Krankes Gesundheitssystem: reblogged by „Modepraline“

Ein Artikel der sicherlich nicht nur das Gesundheitswesen der Schweiz betrifft. Vielmehr beschreibt er auch vorzüglich die Situation , welche Menschen mit systemischen Erkrankungen auch hierzulande erleben!!! Vielen Dank für den tollen Artikel!!!

MODEPRALINE

Nach zwei Jahren intensivem Lebenskampf an der Seite meines Göttergatten wissen wir eines mit Sicherheit: Unser Gesundheitssystem ist krank, sehr krank! Wenn man von einem Tag auf den anderen auf den Onkoplaneten katapultiert wird, hat man zwei Möglichkeiten:

Entweder, man macht sich selber ganz schnell schlau und wird zur Kampfsau an der medizinschen Front …

… oder man stirbt irgendwo auf dem Weg zwischen Paragraph 456 von Krankenhaus A  zu Pragraph 895 von Krankenhaus B.

Klingt krass? Ist es auch!

Je komplexer eine schlimme Krankheit ist, umso schwieriger wird der Kampf. Sobald mehrere Spitäler involviert sind, darf man sich eigentlich keine Sekunde mehr in Sicherheit meinen. Die Abläufe und Wege sind schon innerhalb eines einzigen Krankenhauses kompliziert und oft einfach nur unverständlich. Wenn es aber dann zwischen mehreren Krankenhäusern und den verschiedenen Ärzten funktionieren sollte, dann ist man – mit Verlaub – ohne eigene Koordinations- und Organisationsstelle aufgeschmissen. Es lässt…

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2 Comments on “Krankes Gesundheitssystem: reblogged by „Modepraline“

  1. Deckt sich absolut mit unseren Erfahrungen. Gründe : Übermäßige Spezialisierung, Scheuklappenstudium, Tunnelblick, überhöhtes Selbstbild, fehlende Selbstkritik.
    Auch wir hatten ein paar wenige wunderbare Mitstreiter, aber das Gros verbietet jedes Wegsehen, jede noch so kleine Nachlässigkeit der Angehörigen.

    Gefällt 1 Person

    • Dem lässt sich nur noch hinzufügen, dass auch die politisch vorgegeben Bedingungen zur Erhaltung der gegebenen Situation beitragen. Aber das allergrößte Problem scheint mir das Wegsehen zu sein, dieses stillschweigende Akzeptieren der vorhandenen Misstände. Hier müssen wir ansetzen, wachrütteln, das Schweigen brechen. Immer und immer wieder. Nur wenn das Leid der Betroffenen spürbar wird, wird es schlussendlich zur Veränderung kommen.

      Gefällt 1 Person

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