Impulse für ein Leben mit Sjögren-Syndrom
„Wenn Du etwas loslässt, bist Du etwas glücklich. Wenn Du viel loslässt, bist Du viel glücklicher. Wenn Du ganz loslässt bist Du frei“
–Ajahn Chah-
Möwen sind wahre Flugkünstler, für ihre waghalsigen Flugmanöver scheuen sie keinerlei Risiko. Fliegen zu können erfordert Mut und Vertrauen. Den Mut sich ohne Sicherheitsnetz dem freien Fall zu überlassen, im festen Vertrauen darauf, dass man zu gegebener Zeit wieder sicher und wohlbehalten festen Boden unter den Füßen spüren wird. Uns Menschen fällt dies oftmals sehr schwer. Oft ist Loslassen mit Angst vor dem Neuen und Unbekannten verbunden. Die Angst davor unbekanntes Terrain zu betreten lässt uns zögerlich werden, hält uns oftmals in alten Mustern, Situationen fest und macht uns unfrei. An welchen Dingen, Haltungen, Vorstellungen halte ich fest? Mit was hindere ich mich selbst die Freiheit der Möwen zu genießen? Eine Frage die mir persönlich lohnenswert genug erscheint, sie mir täglich neu zu stellen.
Und vollkommen egal an welchem Punkt jeder Einzelne von uns sich gerade befinden mag. Ob wir uns gerade frei fühlen, oder ob es gerade etwas gibt was uns am Boden hält. Für das Neue Jahr wünsche ich uns allen ein bisschen etwas vom Mut der Möwen, vom Mut zu fliegen, vom Mut sich voller Lust und Freude dem Leben hinzugeben.
In diesem Sinne, wünsche ich uns allen von Herzen einen guten Rutsch in ein hoffentlich aufregendes, erfülltes Neues Jahr …auf dass wir, komme was da wolle, niemals gänzlich die Zuversicht verlieren…..

Epilog:
In diesem Jahr habe ich rückblickend wieder einmal ganz schön viel losgelassen. Manches freiwillig und manches alles andere als das. Ich bin umgezogen und habe meine geliebten Wälder und Wiesen hinter mir gelassen. Die Stille meines früheren Wohnortes eingetauscht gegen den Trubel der Stadt. Ich habe meinen Wohnraum um mehr als die Hälfte verkleinert und viel von dem materiellen Ballast, von dem ich lange geglaubt habe er könne mir Zufriedenheit schenken, abgeworfen. Ich musste den Wunsch loslassen, meine Tochter möge von der Autoimmunität, die unsere Familiengeschichte begleitet, verschont bleiben und ich musste eine Freundin gehen lassen, die einen wichtigen Platz in meinem Leben eingenommen hatte. Vor allen Dingen aber musste ich eines Loslassen. Meine Vorstellung davon, dass das Leben in irgendeiner Form vorhersehbar, planbar sei, dass irgendetwas im Leben auf Dauer Bestand hat.
Und immer war das Loslassen mit seelischem Schmerz, mit Angst, Trauer, manchmal auch mit Wut verbunden und es gab Zeiten äußerster Anspannung und unglaublicher seelischer Belastung. Und dennoch konnte ich immer wieder zurück finden, zu diesem „Darunter“, welches ich aus der Abgeschiedenheit meiner Wälder und Wiesen mitgebracht habe. Immer wieder konnte ich ihn fühlen, diesen „Hauch der Unendlichkeit“, der mir tief in meinem Inneren auch dann noch Sinn verleiht, wenn mir im Außen alles sinnlos erscheint, und der mir damit so unfassbar viel Freiheit schenkt …. ja, dafür bin ich dankbar…. zutiefst….

Ein Mensch, der sich von seinen Prüfungen nicht hat niederwerfen lassen. Ein Mensch, der sich vom „darunter “ getragen fühlt. Da bist du mir nah, liebe Daniela. Ich lese dich sehr gerne.
Herzlichst, Reiner, mit den besten Wünschen für das neue Jahr 🙏
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Ich danke Dir, lieber Reiner und freu mich wirklich riesig, dass Dir gefällt was ich so von mir gebe 😊…Und ja, ich kann diese Nähe auch fühlen 😊Auch für Dich nur das Allerbeste für das Neue Jahr und bis ganz bald, Daniela 😊🙋♀️
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Liebe Daniela, ich schließe mich gerne Rainers Worten an: Ich lese dich sehr gerne und das „Darunter“ ist eine tolle Formulierung für das, worauf es ankommt. Danke dir und liebe Grüße, Annette
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Liebe Annette,
hab vielen Dank für Dein schönes Feedback. Ich freu mich sehr darüber, es macht mir Mut weiterzuschreiben, nicht aufzugeben, aller Zweifel die ich manchmal habe , zum Trotz 😊🙏😊
In diesem Sinne, ganz liebe Grüße zurück zu Dir
Daniela
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Liebe Daniela, vermutlich gehören die Zweifel ab und an dazu, quasi als interne Qualitätsprüfung 😉 Geht mir übrigens genauso mit meinem Blog. Herzliche Grüße, Annette
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Da hast Du ganz bestimmt recht, liebe Annette….es tut gut zu wissen, dass man mit seinen Selbstzweifeln nicht alleine ist😅.. ganz herzliche Grüße zurück zu Dir
Bis ganz bald
Daniela 😊🙋♀️
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Loslassen und Veränderungen zulassen.
Manchmal ist es leicht, manchmal werden wir genötigt.
Zum Glück fällt es mir immer leichter, je älter ich werde.
Noch vor ein paar Jahren hätte mich manches aus der Bahn geworfen was ich heute so hinnehmen kann.
Ich wünsche dir weiterhin viel Zuversicht für das kommende Jahr, liebe Daniela. 🍀
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Ja, so geht’s mir auch, liebe Nati. Mit jeder Runde wird es leichter und ich fühle, der zum Teil wirklich schwierigen Bedingungen, mehr Gelassenheit und Zufriedenheit denn je. 😊…ich wünsche auch Dir, ganz viel Zuversicht, was immer das Neue Jahr auch bringen mag🍀💕🍀. Bis ganz bald, Daniela 😊🙋♀️
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Ein toller Eintrag. Loslassen ist nie schwer. Wir haben als Babys ja schon den Greifreflex. Wie soll das dann in späteren Jahren werden. Ich wünsche dir nun erstmal einen guten Rutsch ins neue Jahr, einen entspannten Start und vor allem Gesundheit!
LG
Ines
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Ja, es scheint so einfach und ist doch oft so schwer😊…Ich wünsche dir ebenfalls einen guten Start in‘s Neue Jahr und auch für Dich nur das Allerbeste 🍀🍀🍀
Ganz liebe Grüße und bis bald
Daniela 😊🙋♀️😘
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Liebe Daniela, ich wünsche Dir einfach nur ein glückliches neues Jahr!
Danke für all Deine wunderbaren Zeilen in Deinem Blog. Du bist ein Geschenk für uns alle. Danke dafür 🙂
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Ich danke dir, liebe Barbara, für diese schöne Rückmeldung. Deine Zeilen machen mir Mut meine Gedanken weiterhin niederzuschreiben. Auch Dir von Herzen ein gutes und erfülltes neues Jahr und alles Liebe für Dich 🍀❤️🍀
Bis ganz bald, Daniela 😘😊🙋♀️💕
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