Vom „Haben“ zum „Sein“……..

„Wenn ich bin, der ich bin, und nicht was ich habe, kann mich niemand berauben oder meine Sicherheit oder mein Identitätsgefühl bedrohen. Mein Zentrum ist in mir selbst“

-Erich Fromm-

Nun ist es also spruchreif, mein Mann hat die sichere Zusage per Abfindung vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden zu Können…nächste Woche kann er den Vertrag unterschreiben. Ab Mitte November werden wir also vogelfrei sein, wie die Möwen tun und lassen können wonach uns der Sinn steht……

Wow, ein bisschen unheimlich ist mir dieser Gedanke schon noch, zumal dieser Schritt eben nicht nur mit Freiheit sondern eben auch mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden ist. Ein zweites Mal werden wir unser Zuhause aufgeben und unser Haus verkaufen. Wohin es uns schlussendlich verschlagen wird, wissen wir derzeit noch nicht…

Demnach wird es künftig weitere Unsicherheiten in meinem Leben geben, was neben der ohnehin unsicheren gesundheitlichen Situation in dunklen Nächten schon auch mal diverse Ängste an die Oberfläche befördern kann…

Wird alles klappen? Wie gut werden wir mit weniger zurecht kommen? War es der richtige Schritt materielle Sicherheit gegen persönliche Freiheit zu tauschen, vom Haben zum Sein zu wechseln ?…

Tief im Herzen weiß ich, dass es absolut richtig ist, denn Besitz macht nicht glücklich ….und Freiheit?! Freiheit bedeutet eben auch: „ nicht wissen was kommt, auf (gewisse) Sicherheiten zu verzichten“.

Ja, und die Angst, die unweigerlich damit einhergeht das Leben zu wagen… die nehme ich hierfür gerne in Kauf…Und wie immer lautet das Fazit: „Fliegen ist schön“!!!!!!!!!!!

Epilog:

Den Impuls diesen Artikel zu verfassen habe ich von Stefan erhalten, der seinerseits einen wunderbaren Artikel zum Thema „ Haben und Sein „ verfasst und mich damit an Erich Fromms Worte erinnert hat. Wer mehr zu diesem Thema und dazu wie es sich mit chronischer Erkrankung leben lässt wissen möchte, der findet seinen Blog unter

https://gelassenausgebremst.wordpress.com/2021/09/18/machen-und-sein/

Viel Spaß beim Lesen und beim Fliegen !!!!!!!!

Verpflichtungen

“ Wenn ein Mensch keinen Grund hat etwas zu tun, so hat er einen Grund es nicht zu tun“

– Walter Scott-

Es gibt viele Dinge im Leben, die wir tun müssen. Aber noch mehr Dinge gibt es von denen wir nur glauben sie tun zu müssen. Letztere unterlasse ich zunehmend und mit guten Erfolg, wie ich finde…….

Denn je mehr ich diese Dinge aus meinem Leben verbanne, desto mehr werde ich belohnt……. mit dem Zauber der Gegenwart, mit vielen glücklichen Momenten im „Hier und Jetzt“…..

Betroffenheit…..

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran erkennen wie sie ihre Tiere behandelt“

-Mahadma-Ghandi-

……empfinde ich noch immer angesichts der Ereignisse der vergangenen Tage.

Wer mich kennt, der weiß : „Ich liebe Dänemark. Die unvergleichliche Weite der Landschaft, das raue Klima der Nordsee, die Natur die vielerorts noch um so vieles unberührter erscheint wie hierzulande..

Dieses Jahr habe ich mich noch intensiver und bewusster auf die Tierwelt Dänemarks eingelassen, insbesondere auf die Vogelwelt und somit durfte ich einige Arten sehen und erleben, die ich in den Vorjahren kaum und wenn dann nur am Rande wahrgenommen hab.

Vollkommen im Fieber war ich also. So voller Begeisterung, dass ich mich kaum satt sehen konnte, an meinen neuen, gefiederten Freunden, was man unschwer auch daran erkennen kann, dass ich gefühlt ca. eine Million Bilder mit nach Hause gebracht habe.

Freudig und gleichzeitig traurig hat mich gestimmt, dass an Dänemarks Küsten bestimmte Vogelarten noch immer eine Heimat finden, die bei uns scheinbar längst ihren Wohnraum verloren haben.

Auf jeden Fall aber hat es mich glücklich gemacht, im vergangenen Urlaub auch ein paar „Federbällchen“ begegnet zu sein, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Und noch glücklicher war ich über die „Foto-Beute“ in meinem Gepäck, voller Vorfreude darauf meine Bilder hier auf dem Blog und auf Instagram zeigen zu können…

Bis gestern…. denn was ich da in den Nachrichten gesehen habe, hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Bilder von unzähligen Delfinen die auf´s grausamste vor den Küsten der Färoer- Inseln abgeschlachtet, ja sinnlos ermordet wurden. Bilder, die mich verfolgt, mir den Schlaf geraubt und mich hilflos zurück gelassen haben. Ohnmächtig angesichts der unfassbaren Brutalität, zu welcher die menschliche Seele in der Lage ist…

Ja, aus meiner langjährigen Arbeit weiß ich, dass jeder Grausamkeit zu welcher der Mensch fähig ist, eine andere Grausamkeit zugrunde liegt und dennoch fühle ich mich außerstande an dieser Stelle Verständnis aufzubringen.

Ich wünsche mir Grenzen, eindeutige Grenzen. Grenzen die Leid verhindern, nicht nur in Dänemark , auch bei uns . Klare Ansagen, die dazu dienlich sind unschuldiges Leben zu schützen. Grenzen, die Grausamkeit verhindern und dazu dienen, andere, bessere Verhaltensweisen hervorzubringen.

Verhaltensweisen die angemessen sind unserer Aufgabe auf diesem Planeten nachzukommen. Unserer Aufgabe die Hände schützend und behütend über das Leben zu legen. Damit nicht nur ich, sondern auch meine Tochter und zu gegebener Zeit auch deren Kinder, Herzen voller Freude und Bilder voll von Vertrauen , mit nach Hause bringen können …..

. Ja, das wünsche ich mir!!!!!

Wann nur, frage ich mich an dieser Stelle, wird der Mensch begreifen, dass ein Überleben ALLER nur möglich sein wird, wenn ALLE Hand in Hand gehen. Wann nur wird er verstehen, dass jedes Leben gleich viel zählt, dass keines wichtiger oder weniger Wert als das andere ist……..Wann nur!!!!!

Fliegen lernen……

„Über sich hinauswachsen bedeutet auch, den Gipfel der eigenen Angst zu erklimmen und von dort aus vertrauensvoll das Fliegen zu erlernen“

-Christa Schyboll-

Heute früh habe ich Post von einer lieben Bekannte bekommen. Ebenso wie ich hat sie schwere Zeiten hinter sich und wenngleich unsere Wege sicherlich an vielen Stellen unterschiedlich waren, so haben wir wohl doch ähnliche Schlüsse aus unseren Geschichten gezogen…

Zu den wichtigsten Momenten in meinem Leben (und wohl auch in ihrem ) sind mittlerweile diejenigen geworden, in denen ich mit mir allein, in der Natur, voll und ganz in der Gegenwart bin…. Nicht dass ich die Menschen nicht mögen würde. Nein, ich genieße es sehr im Kontakt mit anderen zu sein, Spaß zu haben Geselligkeit zu leben .

Meine Kraft aber, die beziehe ich aus meinem Inneren. Manchmal gilt es noch ein wenig Widerstand zu überwinden, um mich in meine Tiefe fallen zu lassen. Denn sich im freien Fall zu befinden, loszulassen und zu fliegen bedeutet auch der eigenen Angst zu begegnen. Aber gerade da, wo es kein Greifen nach Sicherheiten mehr gibt, da wo das bloße Sein das Ruder übernimmt, da beginnt die Freiheit…..

Es gilt den Flug in`s eigene Innere zu wagen. Sich dem freien Fall zu überlassen, in der festen Gewissheit schlussendlich wieder sicher und unbeschadet auf der Erde anzukommen…..

…. Fliegen ist schön!!!!!!!!!

Abschied

„Wenn der Lauf des Lebens sich verändert dann verzweifle nicht. Denn oftmals gehen auch die wundervollsten Momente vorbei um noch wesentlich schöneren Zeiten Platz zu machen“

-Pierre Franckh-

So schnell geht`s und der Urlaub ist vorüber. Wie jedes Jahr fällt mir der Abschied von meiner geliebten Nordsee schwer.

Vielleicht sogar in diesem Jahr noch ein bisschen schwerer als sonst. Denn ich weiß, dass harte Zeiten auf mich zukommen werden, hat man doch am letzten Tag vor meiner Abreise mittels MRT eine Raumforderung in den Speicheldrüsen und eine in den Tränendrüsen gefunden. Sjögren? Lymphom?…. eine Frage die wohl nur mittels Biopsie beurteilt werden kann….

Ja, es nimmt keine Ende…der Tanz geht also weiter. Mal sehen wie lange es mir gelingen wird, mir die Weite der Nordsee im Herzen zu behalten….

Mit nach Hause bringe ich jedoch die Wellen, das Tosen der Brandung, welches von der Urkraft der Natur zu berichten weiß….

Die Rufe der Möwen die mich an den Stolz, die Freiheit und die Unabhängigkeit in meinem Herzen erinnern…..

die unfassbare Weite der dänischen Strände, die das Herz ebenso unsagbar weit werden lässt….

….die unglaubliche Stille inmitten der Dünen und den tiefen Frieden der damit verbunden ist……

….die untergehende Sonne über der Nordsee, die mich spüren lässt dass alles gut ist… so wie es eben nun mal ist….

……das herbstliche Licht, den Sternenhimmel und den glühend roten Mond über der Nordsee, der mit dem Leuchtturm in der Ferne um die Wette geleuchtet hat,

…..die Sternschnuppen die ich am klaren Nachthimmel gesehen habe.

Die Seeschwalben die über dem Wasser tanzen. Die Eleganz ihrer Jagdmanöver die sichtbar werden lassen, dass auch der Tod im Leben seine Berechtigung hat

das Glitzern der Sonnenstrahlen über dem Wasser

… sowie das vielfältige Leben, welches in Dänemark noch immer erahnen lässt wie intakt die Natur ohne den Einfluss des Menschen sein kann…

und vieles, vieles mehr…..

Epilog:

Bislang hänge ich noch immer in der Warteschleife des medizinischen Systems. Bei meinem letzten Besuch an der Uni wurde eine interdisziplinäre Vorgehensweise vorgeschlagen, ein gemeinsamer Termin zwischen Rheumatologie, Onkologie und Immunologie. Bei diesem soll der Versuch unternommen werden Autoimmunität und Lymphom von einander abzugrenzen, um einen entsprechenden und verbindlichen Handlungsplan erstellen zu können.

Eine Vorgehensweise die längst hätte geschehen sollen, die absolut sinnvoll wäre. Nicht nur für mich, sondern für viele andere Patienten mit Multi-Systemerkrankungen ebenso….die jedoch leider noch immer eine Seltenheit im derzeitigen medizinischen System darstellt….

Es bleibt zu hoffen, dass dieses Mal Wort gehalten wird und dass sich ein solcher Termin nach der Urlaubszeit relativ zeitnah organisieren lässt…

Bis dahin hilft nur die Akzeptanz für die Situation wie sie derzeit nun einmal ist, sowie das Vertrauen darauf, dass nichts bleiben wird wie es ist. Das Vertrauen darauf, dass nach jedem Ende auch ein Neubeginn kommen wird….Wie auch immer dieser aussehen mag….. Und wer weiß, vielleicht verbirgt sich hinter dem Ende einer einer scheinbar guten Zeit tatsächlich eine noch bessere. Eine Zeit die zwar keine Gesundheit, jedoch aber Behandlungssicherheit mit sich bringt…..Ja, das wäre doch mal eine wahrlich erstaunliche Wende !!!!!

Bedeutungslosigkeit

„Angesichts der Nordsee, ihrer unendlichen Weite, spüre ich meine Bedeutungslosigkeit. Ein wunderbares Gefühl, denn in eben dieser bin ich frei…“

-Gedanke des Tages-

Ich bin in Dänemark….no more words needed..

Euch allen eine wundervolle Zeit……..mit vielen glücklichen Momenten, voll von innerer Freiheit….

Micky Maus

“ Wenn Leute über Micky Maus lachen, dann deshalb, weil er so menschlich ist; das ist das ganze Geheimnis seiner Popularität“

-Walt Disney-
diese kleine Waldmaus…..
…..wohnt bei uns im Garten
…und teilt sich das Futter mit den Gartenvögeln
und: sie zaubert mir jeden Abend ein Lächeln ín`s Gesicht

schon gewusst……

……dass, auch Mäuse verschiedene emotionale Gesichtsausdrücke haben? Ganz ähnlich wie der Mensch sieht das Gesicht einer Maus ganz anders aus, wenn sie Angst hat, wenn sie etwas Süßes oder etwas Bitteres probiert.

…..dass Ratten, wenn sie gekitzelt werden, piepsende Geräusche machen, das dem Lachen des Menschen sehr ähnlich ist?

…… dass Ratten sich gegenseitig helfen? Wenn sie die Wahl haben, entweder einem ihrer Freunde zu helfen oder aber Ihre Lieblingsspeise (Schokolade) zu essen, dann helfen die meisten Ratten lieber ihren Freunden

(Quelle: Peta-Kids, Max-Planck-Institut)

Unglaublich, nicht wahr?! Von der „fiesen Ratte“ also keine Spur…. bleibt zu hoffen, dass aus diesen Erkenntnissen die richtigen Schlüsse gezogen werden und Mäuse und Ratten künftig die Wertschätzung erfahren, die ihnen gebührt…vor allen Dingen aber, dass sie nicht mehr als Versuchstiere im Labor missbraucht werden …… ja, das wünsche ich mir !!!!!

Gegensätze

„Beobachter und Beobachtetes sind vielmehr miteinander verschmelzende und sich gegenseitig durchdringende Aspekte einer einzigen und ganzen Realität, die unteilbar und unzerlegbar ist“

-David Bohm, amerikanischer Quantenphysiker und Philosoph-

Gestern hat mich mein Weg wieder einmal an den Seerosenteich geführt, im Wissen darum, dass ich an diesem idyllischen und fast gar etwas mystischen Ort viel Gelegenheit haben werde mich im Kosmos der Insekten zu verlieren.

Libellen sind schon wirklich ganz besondere Wesen. Faszinierend, ein bisschen wie „von einer anderen Welt“ wirkend und voller Widersprüchlichkeit.

Manchmal erscheinen sie ein bisschen unheimlich, fremd, fast gar schon bedrohlich…..

…und ein anderes Mal wiederum ist ihre Erscheinung von unglaublicher Zartheit, wunderschön, ja geradezu zauberhaft….

…..egal jedoch von welcher Site wir sie betrachten, immer haftet ihnen etwas Geheimnisvolles an

Irgendwie erinnern sie mich in ihrer Gegensätzlichkeit an die menschliche Seele, die ebenso immer und ausnahmslos viele verschiedene Aspekte in sich vereint. Licht und Schatten, den Tod und die Liebe, Freud und Leid gleichermaßen….

Und immer bleiben sie, wie die menschliche Seele auch, etwas rätselhaft.

Sind ihre tiefsten Wurzeln doch, ebenso wie die unseren, zutiefst verbunden mit einem Bereich dessen Schönheit und Tiefe wir nur erahnen können…….

Unendlichkeit!!!!!

Von Menschen, Katzen und Spatzen

„Katzen erreichen mühelos, was uns Menschen versagt bleibt: durchs Leben zu gehen, ohne Lärm zu machen“

-Ernest Hemmingway-

Wusstet Ihr, dass die Sperlinge während des Lock- Downs deutlich schöner gesungen haben, als sie es für gewöhnlich tun?

Diese mehr als erstaunliche Entdeckung hat wohl ein Forscher-Team in San Francisco gemacht….Nachdem die Pandemie das öffentliche Leben in der Metropole nahezu zum Erliegen gebracht hatte, Stille eingekehrt war und die Stadt zur Ruhe gekommen war, erbrachten die Sperlinge im Gegenzug dazu Höchstleistungen in Sachen Gesang.

Die männlichen Spatzen mussten bei weitem nicht mehr so laut tschilpen, um sich Gehör zu verschaffen. Ihre Stimmen wurden sanfter, die tieferen Töne wurden besser getroffen. Ihr Gesang wurde insgesamt melodischer und wirkte anziehender auf die Weibchen, die sie zu betören suchten .

Ist das nicht faszinierend ?

Ich glaube bei uns Menschen ist das nicht viel anders. Benötigen nicht auch wir hin und wieder ein wenig Stille, um die richtigen Töne zu treffen?

Vielleicht sollten wir es halten wie die Katzen. Ein bisschen stiller durchs Leben gehen, damit uns die Schönheit unserer Seelen – Melodie erhalten bleibt ……..

Der Froschkönig

„Wer zugleich seinen Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten, und kommt damit in die Mitte“

-C.G Jung, Psychoanlaytiker

Ist er nicht nicht knuffig dieser kleine Kerl? Ich würde sagen, er war gerade mal zwei Zentimeter groß und ich musste schon sehr genau hinsehen, um ihn zu sehen, geschweige denn seine Schönheit erkennen zu können.

Frösche sind bekanntermaßen nicht jedermanns Sache, in der analytischen Psychologie jedoch symbolisieren sie die Wandlung.

Im Märchen der Gebrüder Grimm „der Froschkönig „ begegnet die Prinzessin ihren seelischen „Schattenseiten“ in der Gestalt eines Frosches. Sie empfindet ihn widerwärtig und abstoßend, ja ganz und gar eklig und möchte am Liebsten nichts, aber auch gar nichts mit ihm zu tun haben.

Aber wie so oft sieht das Leben anderes vor, zwingt die schöne Königstochter zur Kontaktaufnahme. Dazu den Frosch an ihrem Leben teilhaben zu lassen…..

Erst als sie sich ihrer Abscheu ihm gegenüber in vollem Umfang stellt und sie ihn mit ungezügelter Wucht und Aggression an die Wand wirft, zeigt der Frosch sein wahres Gesicht und verwandelt sich vor ihren Augen in einen wunderschönen Prinzen

Wow, ist das nicht irgendwie wie im richtigen Leben?????!!!!!

Ist es nicht so, dass alles was uns fremd erscheint, uns immer auch ein bisschen Angst einjagt? Uns zurückweichen lässt? Egal ob es nun die „gruseligen“ Geschöpfe der Natur sind , oder aber die düsteren Aspekte unserer Seele. Alles was uns unheimlich erscheint, wollen wir nicht sehen….

Diese unglückseligen Geschöpfe, sie werden verbannt an Orte an denen sie scheinbar von niemandem mehr gesehen werden, an denen sie vermeintlich keinen Schaden anrichten können.

Im Äußeren bauen wir Zäune, jagen und vertreiben die „ wilde Kreatur“ aus den Bereichen, von denen wir glauben, dass sie uns gehören. In unserem Inneren aber verdrängen wir sie in die abgelegensten Winkel unserer Seele, in denen sie dann ein karges und jämmerliches Dasein zu fristen haben….

Doch wie im Märchen, so oft auch im richtigen Leben. Es bricht sich Bahn, das Leben. Mit schöpferischer Kraft und wenn es sein muss sogar mit zerstörerischer Gewalt. Unaufhaltsam, immer und überall!!!

Es konfrontiert uns gnadenlos mit dem was wir verleugnen, was wir versuchen auszumerzen. Mit alledem was wir mit Wut und Ablehnung belegen und oftmals auf`s grausamste verfolgen …und dann, ja dann wenn wir es am wenigsten erwarten, wenn die innere Not am größten ist, dann beginnt die Wandlung.

Da beginnen wir im hässlichen Frosch den wunderschönen Prinzen zu erkennen und es beginnt eine Liebe ungeahnten Ausmaßes, die größer und schöner nicht sein könnte….

Ist das nicht wunderbar?!!! …Da bleibt doch nur noch zu sagen: “ Ein Hoch auf das Leben…ja und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“😊😉

Erstaunliches:

Zum ersten mal wurde von Seiten der Forschung das Erbgut eines Krallenfrosches entziffert. Dabei wurde ganz Beachtliches festgestellt: Zahlreiche Gene haben die gleiche Anordnung wie die des Menschen. Außerdem leiden sie an ähnlichen Krankheiten wie wir. Unglaublich, nicht wahr?! Da soll nochmal einer sagen, wir Menschen hätten mit den Fröschen nix gemeinsam……

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