Badespaß

Uiiiiii, ein bisschen frisch so um die Beine…..
…aber mit ein bisschen Überwindung geht´s….
…..und eigentlich ist `s gar nicht so schlecht , wenn man mal drin ist….

Entschleunigung

“ Es gibt Wichtigeres im Leben als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen“

-Mahatma Ghandi-

Ein schönes und geruhsames Wochenende Euch allen, habt es fein

Daniela

Karaoke-Star

“ Am Ende eines jeden Tages ist nur wichtig, dass ein schöner Moment dabei war, der Dich lächeln ließ“

– Verfasser unbekannt-

Im Moment sind es die Stare, die mir regelmäßig jeden Morgen ein Lächeln in´s Gesicht zaubern. Ringsum sammeln sich diese wunderschönen Vögel, wohl um sich für den Abflug in wärmere Gefilde bereit zu machen.

Die Stare zum Lächeln bringt wiederum sicherlich unser Apfelbaum, den wir in diesem Jahr gänzlich sich selbst überlassen haben und welcher nun meinen gefiederten Freunden , im wahrsten Sinne des Wortes, ein „gefundenes Fressen“ anbietet.

Gebrauchen können „meine“ Stare diese Nahrungsquelle wohl nur allzu gut, denn obwohl diese nun ganz gewiss nicht zu den seltenen Vogelarten gehören, so geht auch ihr Bestand langsam aber sicher zurück. Zum Brüten benötigen die schillernden Gesellen Baumhöhlen und Nahrungsflächen mit kurzer Vegetation, wo viele Würmer und Insekten zu finden sind. Doch Hecken und Feldgehölze, die dem entsprechen würden, „stören“ den Anbau von Monokulturen und fallen somit oftmals einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung zum Opfer…. Schade, denn ich für meinen Teil wünsche mir, dass ich noch lange Grund zum Lächeln habe, wenn ich morgens meinen Kaffee genieße und in meinen Apfelbaum schaue. Und die Stare? Ja, auch diese hätten sicherlich gerne noch lange einen Grund zum Lächeln….

Epilog:

Wusstet ihr, dass Stare in ihrem Gesang die Vogelstimmen anderer Vögel mit einbauen? Der geübte Zuhörer kann wohl am Gesang der Stare erkennen, welche Vögel sich in seiner näheren Umgebung aufhalten. Unfassbar, nicht wahr?! …..

Quelle: NABU Vogelportrait

Silber……..

„Wenn man glücklich ist, sollte man nicht noch glücklicher sein wollen“

-Theodor Fontane-

Und Taraaaa, da kommt er, einer meiner Glücksmomente der vergangenen Tage. Ich hab ihn erwischt, meinen ersten Silberreiher und ich kann nur sagen : „Ich war so happy“

Eigentlich wollte ich ja noch meine Errungenschaften aus Dänemark zeigen, aber ich komme einfach nicht dazu, weil mir mein „Foto- Fieber“ zu immer wieder neuen Bildern verhilft 🙄😂

Deshalb also hier nun zuerst, ihre Majestät: Der Silberreiher

Eine wahrhaft imposante Erscheinung, findet ihr nicht? Seine Flügelspannweite kann bis zu 1,7 Metern erreichen und die Anmut und Präzision mit der er seinen ( wohlgemerkt armen!!!!) Opfern auf die Pelle rückt, ist wahrlich beeindruckend…

Ich muss schon sagen, wenn ich einer solchen Schönheit beim Jagen zusehe, verstehe ich den Sinn des Todes und auch des Leidens zunehmend besser…es ist wie immer, die Natur versöhnt die Gegensätze in unseren Herzen, sie macht die Seele einfach frei…

Epilog:

Wusstet ihr, dass der Silberreiher zu Beginn des 20. Jahrhunderts um ein Haar von Menschenhand ausgerottet worden wäre? Seine Schmuckfedern waren insbesondere bei den Damen als Hutschmuck begehrt und nur in letzter Minute gelang es die Notbremse zu ziehen, indem die Jagd auf diese wunderschönen Vögel untersagt und die Brutkolonien unter Schutz gestellt wurden. Dem Himmel (oder besser gesagt dem vernünftigen Menschen) sei Dank, denn so konnte sich der Bestand erholen und wir haben das Glück ihrer Majestät , dem „Great egret“ auch heute noch in freier Wildbahn begegnen zu dürfen…

Quelle: Nabu Vogelportrait

Harmonie

„Die Welt ist so schön und wert, dass man um sie kämpft“

-Ernest Hemingway-

Die Bilder stammen von meinem gestrigen Ausflug an meinen Lieblingsweiher. Vieles ist nach wie vor so schwierig in meinem Leben, aber eine Stunde an diesem wunderschönen Plätzchen und ich bin versöhnt mit allem.

Immer wieder bin ich beeindruckt davon, wie harmonisch die verschiedensten Arten dort zusammen leben. Am schönsten fand ich gestern die Begegnung zwischen den Schwänen und dem Graureiher. So vorsichtig und respektvoll haben sich die beiden Jungschwäne diesem majestätischen Vogel angenähert und er hat es völlig gelassen zugelassen. Fast schon zärtlich sah es aus, wie die drei miteinander umgegangen sind……einfach wunderbar!!!!

Ich denke es immer wieder, wir können so viel von den Tieren lernen!!!!!

Waves

„You can´t stop the waves, but you can learn to surf“

-Jon Kabat-Zinn-

…………….von den Möwen können wir lernen was es bedeutet frei zu sein……

Kontraste

“ Verbringe einen Tag in vollkommener Dunkelheit und Du siehst das Licht mit anderen Augen“

– Volkmar Frank –

Das Leben ist so voller Gegensätze. Gestern habe ich einen wunderbaren Ausflug auf den Gehrenberg unternommen. Es war alles so voller Leben, die herbstliche Sonne hat alles in ein herrliches Licht getaucht, die Schmetterlinge sind um die letzten Blüten getanzt, die Vögel haben gesungen und die Greifvögel haben mir in ihrem anmutigen Flug wieder einmal so viel von Freiheit erzählt …..

Am Nachmittag hab ich dann im Garten einen kleinen Igel gefunden. So schwer verletzt, dass jegliche Hilfe zu spät kam und die freundliche Tierärztin, zu der ich ihn gebracht habe, ihn einschläfern musste.

In solchen Momenten bin ich tief traurig. Nicht weil ich nicht wüsste, dass es für das Igelchen das Beste war, was ihm passieren konnte. Kein langes qualvolles Leiden, ein friedliches Einschlafen, eine Erlösung vom Schmerz …..

Nein, traurig bin ich weil ich weiß, dass sein Schicksal unser aller Schicksal ist, dass Leben und Sterben untrennbar zueinander gehören. Weil ich weiß, dass ausnahmslos jedes Leben seine endgültige Erfüllung im Sterben finden wird….

Aber Heute ist Heute und Morgen ist Morgen, alles zu seiner Zeit…..

Vom „Haben“ zum „Sein“……..

„Wenn ich bin, der ich bin, und nicht was ich habe, kann mich niemand berauben oder meine Sicherheit oder mein Identitätsgefühl bedrohen. Mein Zentrum ist in mir selbst“

-Erich Fromm-

Nun ist es also spruchreif, mein Mann hat die sichere Zusage per Abfindung vorzeitig aus dem Berufsleben ausscheiden zu Können…nächste Woche kann er den Vertrag unterschreiben. Ab Mitte November werden wir also vogelfrei sein, wie die Möwen tun und lassen können wonach uns der Sinn steht……

Wow, ein bisschen unheimlich ist mir dieser Gedanke schon noch, zumal dieser Schritt eben nicht nur mit Freiheit sondern eben auch mit erheblichen finanziellen Einbußen verbunden ist. Ein zweites Mal werden wir unser Zuhause aufgeben und unser Haus verkaufen. Wohin es uns schlussendlich verschlagen wird, wissen wir derzeit noch nicht…

Demnach wird es künftig weitere Unsicherheiten in meinem Leben geben, was neben der ohnehin unsicheren gesundheitlichen Situation in dunklen Nächten schon auch mal diverse Ängste an die Oberfläche befördern kann…

Wird alles klappen? Wie gut werden wir mit weniger zurecht kommen? War es der richtige Schritt materielle Sicherheit gegen persönliche Freiheit zu tauschen, vom Haben zum Sein zu wechseln ?…

Tief im Herzen weiß ich, dass es absolut richtig ist, denn Besitz macht nicht glücklich ….und Freiheit?! Freiheit bedeutet eben auch: „ nicht wissen was kommt, auf (gewisse) Sicherheiten zu verzichten“.

Ja, und die Angst, die unweigerlich damit einhergeht das Leben zu wagen… die nehme ich hierfür gerne in Kauf…Und wie immer lautet das Fazit: „Fliegen ist schön“!!!!!!!!!!!

Epilog:

Den Impuls diesen Artikel zu verfassen habe ich von Stefan erhalten, der seinerseits einen wunderbaren Artikel zum Thema „ Haben und Sein „ verfasst und mich damit an Erich Fromms Worte erinnert hat. Wer mehr zu diesem Thema und dazu wie es sich mit chronischer Erkrankung leben lässt wissen möchte, der findet seinen Blog unter

https://gelassenausgebremst.wordpress.com/2021/09/18/machen-und-sein/

Viel Spaß beim Lesen und beim Fliegen !!!!!!!!

Verpflichtungen

“ Wenn ein Mensch keinen Grund hat etwas zu tun, so hat er einen Grund es nicht zu tun“

– Walter Scott-

Es gibt viele Dinge im Leben, die wir tun müssen. Aber noch mehr Dinge gibt es von denen wir nur glauben sie tun zu müssen. Letztere unterlasse ich zunehmend und mit guten Erfolg, wie ich finde…….

Denn je mehr ich diese Dinge aus meinem Leben verbanne, desto mehr werde ich belohnt……. mit dem Zauber der Gegenwart, mit vielen glücklichen Momenten im „Hier und Jetzt“…..

Betroffenheit…..

„Die Größe und den moralischen Fortschritt einer Nation kann man daran erkennen wie sie ihre Tiere behandelt“

-Mahadma-Ghandi-

……empfinde ich noch immer angesichts der Ereignisse der vergangenen Tage.

Wer mich kennt, der weiß : „Ich liebe Dänemark. Die unvergleichliche Weite der Landschaft, das raue Klima der Nordsee, die Natur die vielerorts noch um so vieles unberührter erscheint wie hierzulande..

Dieses Jahr habe ich mich noch intensiver und bewusster auf die Tierwelt Dänemarks eingelassen, insbesondere auf die Vogelwelt und somit durfte ich einige Arten sehen und erleben, die ich in den Vorjahren kaum und wenn dann nur am Rande wahrgenommen hab.

Vollkommen im Fieber war ich also. So voller Begeisterung, dass ich mich kaum satt sehen konnte, an meinen neuen, gefiederten Freunden, was man unschwer auch daran erkennen kann, dass ich gefühlt ca. eine Million Bilder mit nach Hause gebracht habe.

Freudig und gleichzeitig traurig hat mich gestimmt, dass an Dänemarks Küsten bestimmte Vogelarten noch immer eine Heimat finden, die bei uns scheinbar längst ihren Wohnraum verloren haben.

Auf jeden Fall aber hat es mich glücklich gemacht, im vergangenen Urlaub auch ein paar „Federbällchen“ begegnet zu sein, die ich vorher noch nie gesehen hatte. Und noch glücklicher war ich über die „Foto-Beute“ in meinem Gepäck, voller Vorfreude darauf meine Bilder hier auf dem Blog und auf Instagram zeigen zu können…

Bis gestern…. denn was ich da in den Nachrichten gesehen habe, hat mir die Tränen in die Augen getrieben. Bilder von unzähligen Delfinen die auf´s grausamste vor den Küsten der Färoer- Inseln abgeschlachtet, ja sinnlos ermordet wurden. Bilder, die mich verfolgt, mir den Schlaf geraubt und mich hilflos zurück gelassen haben. Ohnmächtig angesichts der unfassbaren Brutalität, zu welcher die menschliche Seele in der Lage ist…

Ja, aus meiner langjährigen Arbeit weiß ich, dass jeder Grausamkeit zu welcher der Mensch fähig ist, eine andere Grausamkeit zugrunde liegt und dennoch fühle ich mich außerstande an dieser Stelle Verständnis aufzubringen.

Ich wünsche mir Grenzen, eindeutige Grenzen. Grenzen die Leid verhindern, nicht nur in Dänemark , auch bei uns . Klare Ansagen, die dazu dienlich sind unschuldiges Leben zu schützen. Grenzen, die Grausamkeit verhindern und dazu dienen, andere, bessere Verhaltensweisen hervorzubringen.

Verhaltensweisen die angemessen sind unserer Aufgabe auf diesem Planeten nachzukommen. Unserer Aufgabe die Hände schützend und behütend über das Leben zu legen. Damit nicht nur ich, sondern auch meine Tochter und zu gegebener Zeit auch deren Kinder, Herzen voller Freude und Bilder voll von Vertrauen , mit nach Hause bringen können …..

. Ja, das wünsche ich mir!!!!!

Wann nur, frage ich mich an dieser Stelle, wird der Mensch begreifen, dass ein Überleben ALLER nur möglich sein wird, wenn ALLE Hand in Hand gehen. Wann nur wird er verstehen, dass jedes Leben gleich viel zählt, dass keines wichtiger oder weniger Wert als das andere ist……..Wann nur!!!!!

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