Jonathan

„In jedem von uns ist in Wahrheit das Ideal der großen Möwe, die unbegrenzte Idee der Freiheit. Durchbrecht die Beschränktheit Eures Denkens und ihr zerbrecht damit die Fesseln des Körpers“

-Richard Bach- in Jonathan Livingston Seagull
Und wir tanzen 
Zu einer geflüsterten Stimme
Von der Seele gehört
Aufgenommen vom Herzen
Und Du magst es wissen
Wenn Du es wissen magst
-Jonathan Livingston Seagull - Be

Gemeinsamkeit

“ Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt

-Antoine de Saint- Exupery-

Zeit……

„Finde immer wieder Zeit für Dinge , die Dir zeigen wie schön das Leben ist“

Volker Alisch –

Heute war ein Tag voller Ruhe, innerlich wie äußerlich und ich habe es sehr genossen mich meinen Lieblingsbeschäftigungen, der Fotografie, den Tieren und der Natur zu widmen….

In diesem Sinne, Euch allen ein wunderbares Wochenende, angefüllt mit Zeit, die Euch ganz alleine gehört. Zeit in der ihr all die Dinge tun könnt, die Euch ganz besonders am Herzen liegen…..

Fühlt Euch herzlichst gegrüßt

Daniela

Helle Aufruhr …..

„Der Tod kommt nur einmal, und doch macht er sich in allen Augenblicken des Lebens fühlbar. Es ist herber ihn zu fürchten, als ihn zu erleiden.

„Jean de La Bruyere“

Helle Aufruhr hier bei uns im Garten. Oder anders formuliert, hier bei mir vor dem Wohnzimmerfenster spielt sich derzeit wohl die volle Bandbreite dessen ab, was man denn so Leben nennt .

Was war ich doch erstaunt, als ich in den vergangenen Tagen diesen bildschönen Gast bei uns im Kirschbaum entdeckt habe. Und was war ich im ersten Moment entsetzt als ich gesehen hab, dass dieser sich einen meiner kleinen gefiederten Freunde unter den Nagel gerissen hatte ….

In solch wunderschöner Gestalt kommt er also daher, der Tod . Unfassbar!!!!

Die absolute Stille hat er mit sich gebracht, plötzlich war kein Vögelchen mehr im Garten zu sehen, absolute Ruhe.

Nur in meinem Inneren , da wurde es plötzlich laut. Sehr laut!!!!!

Meine kleinen Freunde dafür opfern, dass er überleben kann? Oder dem Sperber den Hungertod wünschen? Beides fühlt sich nicht richtig an. Falsch, oder besser gesagt, beide Vorstellungen bereiten mir echten seelischen Schmerz.

Ja, so ist das…wer den Tod einmal als Teil der eigenen Realität verstanden hat, der weiß um den Schmerz und um die Trauer, welcher dieser unwillkürlich mit sich bringt. „Fressen und gefressen werden“ ? …..der Kopf weiß um diese Notwendigkeit, das Herz fühlt anders. Rationalisieren? ……Ist mir heute nicht mehr möglich ….

Man könnte sagen, der Tod ist mir durch meine Erkrankung vom „Kopf“ in den „Bauch“ gerutscht. Und trotzdem oder vermutlich gerade deshalb weiß ich, dass es gilt ihn im Leben zu akzeptieren. Ihn zu integrieren, um ein erfülltes Leben führen zu können.

Und dennoch: Niemals wieder möchte ich das „Hinspüren“ vergessen, denn wer den Schmerz des Todes tief im Herzen fühlen kann, der weiß auch, dass es das Leben in jeglicher Form zu lieben und im richtigen Augenblick zu schützen gilt.

Epilog:

Sperber töten indem sie ihre Beute intensiv „kneten“ und dadurch mit ihren spitzigen, dolchartigen Krallen durchbohren. Der Tod tritt hierbei sehr schnell und ohne unnötige Qualen für das erbeutete Tier ein. Anders als der Mensch hat der Sperber einen natürlichen Bezug zum Tod, er tötet nicht aus Mordlust oder Achtlosigkeit, sondern um sein Überleben und damit das Leben als solches zu sichern.

Leider waren Greifvögel in den letzten Jahrhunderten vielen Vorurteilen ausgesetzt und bekamen so die menschliche Vernichtungswut in ihrer vollen Wucht zu spüren. Erschlagen, erschossen, vergiftet, in Fallen gefangen, lebend oder tot zur Abschreckung oder zum Schutz vor bösen Geistern im Freien aufgehängt oder an Stall- und Scheunentore genagelt. Der menschlichen Entfremdung zum Opfer gefallen starben auf diese Weise hunderttausende Greifvögel einen qualvollen Tod.

Es ist an der Zeit den Tod wieder ins Leben zu integrieren, damit er an der richtigen Stelle zum Tragen kommt, damit er seinen ursprünglichen Sinn zurück erhält und seiner Natur gemäß schützend die Hand über das Leben legen kann.

Happy New Year….

“ Veränderung ist am Anfang schwer, in der Mitte chaotisch und am Ende wunderschön“

-Netzfund-

Die Feiertage sind vorüber und um es auf den Punkt zu bringen, ich bin nicht böse sie überstanden zu haben. Gefeiert wurde aus pandemischen Gründen draußen im Freien. Kalt, nass, von eigener Krankheit überschattet, der Vater im Krankenhaus ……

Unsagbares Chaos, erzeugt durch den Druck der Situation. Meterhohe Wellen im familiären System, schmerzlich für alle Beteiligten…..Es hat gerauscht, gekracht, gerappelt im Karton. Alte Haltungen wurden zerschlagen, dadurch neue Wege geschaffen.

Mein Mantra während dieser Tage:

Bleib bei Dir selbst, lass los..Bleib bei Dir selbst, lass los….Bleib bei Dir selbst, lass los……

Noch nie habe ich Weihnachten weniger weihnachtlich erlebt als in diesem Jahr. Noch nie habe ich mich näher an meinen Wurzeln gefühlt als in diesem Jahr. Und noch nie habe ich den Sinn der Weihnacht besser verstanden als in diesem Jahr.

Wahrlich, wir sind eine verrückte Familie. Aber: wir SIND Familie und wir lieben uns. Also, sagen wir mal so….meistens zumindest !!!!

Und Hand auf`s Herz !!! Kann es ein größeres und schöneres Weihnachtsgeschenk geben als dies, aller Widrigkeiten zum Trotz, bis hinein in jede einzelne Faser des eigenen Seins spüren zu können?!

Ich für meinen Teil denke, viel mehr Weihnacht kann es nicht geben……

Fliegt die Amsel in Dein Leben, so erinnert sie Dich an das Werden und Vergehen und die Zyklen im eigenen Leben als auch in der Natur
( wirkende Kraft.at)

Epilog:

Und Punktgenau zum Jahreswechsel hat sich der Sturm gelegt. Wieder einmal sind die Weichen neu gestellt, ein weiterer seelischer Zyklus von Sterben, Tod und Wiedergeburt hat sich vollendet, es kann weitergehen….Der Winter ist wieder einmal vorüber, es darf Frühling werden…….

In diesem Sinne Euch allen ein wunderbares Neues Jahr, auf dass wir nie die Zuversicht verlieren, dass nach jedem Tief unabdingbar auch wieder ein Hoch folgt, dass jeder Winter bereits die Frucht des Frühlings in sich birgt……

.

Frohe Weihnachten

„Wenn wir uns bewusst sind, dass die Zeit, die wir uns für einen anderen Menschen nehmen, das Kostbarste ist, was wir schenken können, haben wir den Sinn der Weihnacht verstanden“

„Roswitha Bloch“

In diesem Sinne wünsche ich Euch allen ein wunderbares und friedvolles Weihnachtsfest, ein Fest im Kreise Eurer Lieben, ein Fest das seine heilende Wirkung entfaltet und welches vermag sein Licht der derzeitigen Dunkelheit tapfer entgegen zu halten.

Passt gut aufeinander auf!!!!!!

Bis ganz bald,

Daniela

Täuschung

„Man sieht oft etwas hundert Mal, tausend Mal, ehe man es zum allerersten Mal wirklich sieht“

Christian Morgenstern-

Sodele, heute darf gelacht werden. Und zwar über mich!!!!!

Ganz ehrlich, wo gibt´s denn so was !!!!!! Nachdem mir die ganze Geschichte über die Gefangenschaftsflüchtlinge innerlich keine Ruhe gelassen hat und mir der „arme Trauerschwan“ von gestern so leid getan hat, bin ich heute nochmals hingefahren um nach dem Rechten zu sehen.

Ein bisschen verwundert war ich ja schon, als ich nach meiner Ankunft gesehen hab, dass der Standort meines Findelkindes nahezu unverändert war. Was ist nur mit ihm los, er bewegt sich nur sehr langsam vom Fleck, nur durch drehen und wenden seines Kopfes scheint er den Vorgängen am Ufer zu folgen….Können Tiere so sehr trauern, dass sie depressiv werden? Ja, daran glaube ich schon…. wie sehr Tiere trauern können, das weiß ich schließlich mit Gewissheit von meinen Hunden.

Heute allerdings war das Licht etwas besser und nochmals hab ich Bilder gemacht bevor ich, in Gedanken damit beschäftigt wie dem armen Ding den nun geholfen werden kann, nach Hause gefahren bin.

Dort angekommen hab ich mich erstmal schlau gelesen und dabei festgestellt, dass es hier Vorort einen Ansprechpartner für “ Schwanen- Probleme „gibt und dass es durchaus Möglichkeiten gibt vereinsamte Schwäne zu verkuppeln.

Und jetzt kommt`s…….

denn danach hab ich mir meine neuen Bilder angeschaut und was muss ich feststellen?

Der traurige Trauerschwan ist gar kein Trauerschwan….

Denn was hier so „depressiv“ über das Wasser dümpelt, ist nix weiter als (könnt ihr es sehen?) eine gut gemachte Attrappe!!!!!!

Mann oh Mann, was bin ich nur für ein Schaf (lach!!!!) …..denn jetzt, nachdem ich mir die Bilder von gestern anschaue sehe ich es auch auf diesen…. auch da ist es schon zu erkennen, der Schwan ist vielmehr Schein als Sein.

Ganz ehrlich, wie peinlich ist das denn?! Mir „schwant“, nun ist es endgültig an der Zeit für eine neue Brille ….Aber lieber eine neue Brille als ein trauriger Trauerschwan….

Und als Trostpflästerchen gibt`s heute noch ein Bild vom Haubentaucher der wie immer freundlich und gut gelaunt in die Welt schaut ……

und vor allen Dingen (ich schwör´s , ich hab´s genau gesehen!!!!) auch echt ist!!!!

Melancholie

„Melancholie ist das intensive Verständnis für die Ästhetik und Schönheit von Traurigkeit und Wehmut“

-Keimel, Markus-

Melancholie, das trifft die heute vorherrschende Stimmung an einem meiner Lieblingsseen wohl am Besten. Alles Grau in Grau. Stille, absolute Stille…. Heute jedoch wirkt diese Stille eher bedrückend auf mich, denn erfüllend.

Die Stimmung die sich heute in mir breit macht erzählt vom Wissen um die Notwendigkeit des Todes. Davon, dass ohne das Sterben von Althergebrachtem nichts Neues entstehen kann. Dass es lange Winter nicht nur physisch sondern auch psychisch durchzustehen gilt.

Wieder einmal erinnere ich mich daran, dass es nicht nur unsere äußere Natur ist, die den ewigen Zyklen des „Werdens und Vergehens“ unterworfen ist, sondern vielmehr auch unser tiefstes Innerstes, unsere Seele.

Ja, wieder einmal wird mir bewusst, dass es nichts weiter zu tun gilt, als sich diesen Prozessen anzuvertrauen, um ein erfülltes Leben führen zu können.

Wie erstaunlich, dass sich gerade heute ein einsamer Trauerschwan hierher verirrt hat…… Und noch erstaunlicher, wen er da an seiner Seite hatte…..

Über welchen Verlust er sich wohl hinweg trösten musste?

Epilog:

Trauerschwäne sind von Natur aus sehr gesellige Tiere und ihrer Art entsprechend zumeist in größeren Gruppen anzutreffen. Ihre Nester legen sie in Kolonien an, finden sie sich als Paar zusammen, um dem Brutgeschäft nachzugehen, so bleiben sie für gewöhnlich ein Leben lang beisammen.

In unseren Breitengraden sind Trauerschwäne ausschließlich als „Gefangenschaftsflüchtlinge“ anzutreffen, denn ihr natürliches Verbreitungsgebiet befindet sich in Australien, in Neuseeland wurde der Trauerschwan eingebürgert. Hier bei uns finden sich somit ausschließlich ausgesetzte oder verwilderte Tiere in der freien Natur…Wo nur musste dieser einsame Schwan seine Artgenossen zurück lassen?

Weisheit

„Der Buddha sagte: Wenn ein weiser Mensch leidet, so fragt er sich „Was habe ich bisher getan, um mich von meinem Leiden zu befreien? Was kann ich noch tun, um es zu überwinden? Wenn aber ein törichter Mensch leidet, so fragt er “ Wer hat mir das angetan“

-Thich Nhat Than-

Wie erhaben und weise dieser wunderhübsche Turmfalke auf mich gewirkt hat, wie er da so in den Baumwipfeln saß. Ruhig und gelassen über das Land blickend und gleichzeitig jede noch so kleine Bewegung in seiner Umgebung präzise wahrnehmend.

Epilog:

Tatsächlich wird der Falke In der nordischen Mythologie mit Frigg, der Göttin der Weisheit, in Verbindung gebracht. Den Mythen zufolge hatte Frigg Einfluss auf die unterschiedlichsten Lebensbereiche. So wird ihr die Macht über Fruchtbarkeit, Ehe und Haushalt, Liebe und Sexualität, sowie Weisheit und Prophezeiung zugesprochen.

Der Legende nach besaß Frigg eine Reihe von Falkenfedern, die den Göttern dazu dienlich waren sich in die Gestalt eines Vogels zu verwandeln….

Sich in einen Vogel verwandeln zu können, eine herrliche Vorstellung, wie ich finde!!!

Glück…..

„Uns gehört nur die Stunde, und eine Stunde, wenn sie glücklich ist , ist viel“

-Theodor Fontane-

……Fotografieren macht glücklich…..Euch allen ein schönes und geruhsames Adventswochenende mit wenigstens einer glücklichen Stunde….

Daniela

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