Lebenskunst

“ Die wahre Lebenskunst besteht darin im ganz Alltäglichen das Wunderbare zu sehen“

-Pearl S. Buck-

EPILOG:

So selbstverständlich uns die Gegenwart der „Spatzen“ auch erscheinen mag, sie ist es keinesfalls mehr. Nahrungsverknappung, das Kurzhalten von Rasenflächen und fehlende Nistmöglichkeiten durch das Abdichten von Fassaden sorgen dafür, dass auch ihr Bestand langsam aber sicher abnimmt ….. Was uns heute noch alltäglich erscheint wird morgen einem Wunder gleichen, es sei denn es gelingt uns heute die Wunder im Alltäglichen erneut zu entdecken…..

Dark Blue…..

„Die Natur muss gefühlt werden“

-Alexander Humboldt-

Epilog:

Die Farbe Blau steht für die tiefe der Seele. Sie symbolisiert eine ruhige, klare Distanz zu den Geschehnissen. Sie vermittelt Objektivität und Neutralität. In der Natur finde ich das „Blau“ meiner Seele , wann immer mir das Leben den Boden unter den Füßen zu entziehen droht. Dies verleiht mir Sicherheit, wo es kaum mehr Sicherheiten gibt…..

Sucht mich am Himmel……

„……. dort, wo die Nacht den Tag besiegt. Wie jemand neulich sagte, Leben heißt zu lernen wie man fliegt“

-Die Hexen von Oz-

Autumn Vibes

„Das Schöne zieht einen Teil seines Zaubers aus der Vergänglichkeit“

-Hermann Hesse-

Rubjerg Knude Fyr

“ Du wirst die Welt niemals richtig genießen bis nicht das Meer durch Deine Adern fließt, Dich der Himmel zudeckt und die Sterne Dich krönen“

-Thomas Traherne-

Ich stehe am Strand und in der Ferne kann ich seine Präsenz erahnen. Rubjerg Knude Fyr, dieses Beispiel an Tapferkeit, dieser Leuchtturm, der zum Wahrzeichen Nordjütlands geworden ist, dieser Gigant, der sich so viele Jahre tapfer dem Meer entgegen gestellt hat. Unermüdlich hat er in stürmischen Nächten sein Licht den Schiffen entgegen gehalten, denjenigen versucht die Richtung zu weisen, die in der tosenden Nordsee hoffnungslos die Orientierung verloren haben.

Fast kann ich sie spüren, die Seelen, die in der gewaltigen Kraft der brechenden Wellen ihr Leben gelassen haben. In meinem Inneren tauchen Bilder auf, von stolzen, gewaltigen Schiffen, die trotzig versuchen sich der unbezwingbaren Kraft des Meeres zu entziehen und die dennoch unter ächzen und stöhnen zerbrechen und alles Leben mit sich in die Tiefe reißen.

Und gleichzeitig spüre ich die lebendige Kraft der See, diese Fülle an Leben, die sie beherbergt und täglich neu hervorbringt.

Den Tod bringend, das Leben erzeugend, dem Menschen Ehrfurcht gebietend. Vollkommen und ganz in ihrem Sein, ist die Nordsee für mich immer wieder vollendeter Ausdruck schöpferischer Kraft und Schönheit, Sinnbild der menschlichen Seele. In ihrer Gegenwart kann ich spüren, was im Alltag so oft verloren geht. Für kurze Augenblicke kann ich fühlen, dass die Trennung zwischen Leuchtturm und Meer, zwischen Mensch und Natur, zwischen Schöpfer und Geschöpf lediglich von begrenzter Dauer ist. Eine Illusion, die früher oder später an Bedeutung verlieren wird. Hier gelingt es mir für kurze Augenblicke alle Angst loszulassen, tief in meinem Innersten zu fühlen, dass die Rückkehr zum Ursprung keine Bedrohung sondern letzte Erfüllung ist…..ich bin zuhause…..

Epilog:

Seit 120 Jahren lässt Rubjerg Knude Fyr, auf einer gewaltigen Wanderdüne an der dänischen Nordseeküste stehend, seinen Blick über das Meer schweifen. Doch die Natur holt sich zurück, was ohnehin zu ihr gehört. Durch Wind, Wetter und die Gewalt der See wurde über Jahrzehnte hinweg das Erdreich zwischen Knude Fyr und der Nordsee abgetragen, so dass das Wahrzeichen Nordjütlands in den Abgrund zu stürzen drohte. Noch einmal gelang es, den „alten Herrn“ seinem Schicksal zu entreißen und ihn vor dem Zugriff des Meeres zu schützen. So konnten findige Ingenieure den 700 Tonnen schweren Koloss mittels monströser Hydraulikpressen in die Luft hieven und ihn im Schneckentempo auf Schienen ins Landesinnere ziehen. Am 22.10.2019 wurde Rubjerg Knude Fyr um rund 70 Meter landeinwärts verschoben. Rund 30 Jahre Ruhe sind diesem Mahnmahl der Vergänglichkeit nun vergönnt, bis ihn die Urgewalten, die er so tapfer zu besiegen suchte, endgültig zu sich nehmen werden.

Kleine Wunder

„Es gibt nur zwei Weisen die Welt zu betrachten. Entweder man glaubt, dass nichts auf der Welt ein Wunder sei, oder aber, dass es nichts als Wunder gibt“

-Albert Einstein-

Ich glaube daran, dass es wichtig ist der „Entzauberung“ einer Welt, in der alles machbar und erklärbar erscheint, die Sichtweise des Herzens, in der es noch Geheimnisse und Unerklärliches gibt, entgegen zu setzen. Nur worüber wir noch staunen können, nur über das, was wir als wundervoll erleben, werden wir bereit sein schützend die Hände zu legen…….

EPIOLOG:

Die Bilder stammen noch aus meinem Dänemark-Urlaub. Dort bin ich dieses Jahr erstmals bewusst dieser bezaubernden Vogelart , den „Rotschenkeln“ begegnet. Rotschenkel leben auf Salzwiesen an der Küste, im Marschland, in Sumpfgebieten oder auf Feuchtwiesen. In Deutschland sind die Rotschenkel mittlerweile stark gefährdet, weil sich die Wiesenlebensräume aufgrund der landwirtschaftlichen Nutzung zunehmend verschlechtert haben….

Badespaß

Uiiiiii, ein bisschen frisch so um die Beine…..
…aber mit ein bisschen Überwindung geht´s….
…..und eigentlich ist `s gar nicht so schlecht , wenn man mal drin ist….

Entschleunigung

“ Es gibt Wichtigeres im Leben als beständig dessen Geschwindigkeit zu erhöhen“

-Mahatma Ghandi-

Ein schönes und geruhsames Wochenende Euch allen, habt es fein

Daniela

Karaoke-Star

“ Am Ende eines jeden Tages ist nur wichtig, dass ein schöner Moment dabei war, der Dich lächeln ließ“

– Verfasser unbekannt-

Im Moment sind es die Stare, die mir regelmäßig jeden Morgen ein Lächeln in´s Gesicht zaubern. Ringsum sammeln sich diese wunderschönen Vögel, wohl um sich für den Abflug in wärmere Gefilde bereit zu machen.

Die Stare zum Lächeln bringt wiederum sicherlich unser Apfelbaum, den wir in diesem Jahr gänzlich sich selbst überlassen haben und welcher nun meinen gefiederten Freunden , im wahrsten Sinne des Wortes, ein „gefundenes Fressen“ anbietet.

Gebrauchen können „meine“ Stare diese Nahrungsquelle wohl nur allzu gut, denn obwohl diese nun ganz gewiss nicht zu den seltenen Vogelarten gehören, so geht auch ihr Bestand langsam aber sicher zurück. Zum Brüten benötigen die schillernden Gesellen Baumhöhlen und Nahrungsflächen mit kurzer Vegetation, wo viele Würmer und Insekten zu finden sind. Doch Hecken und Feldgehölze, die dem entsprechen würden, „stören“ den Anbau von Monokulturen und fallen somit oftmals einer intensiven landwirtschaftlichen Nutzung zum Opfer…. Schade, denn ich für meinen Teil wünsche mir, dass ich noch lange Grund zum Lächeln habe, wenn ich morgens meinen Kaffee genieße und in meinen Apfelbaum schaue. Und die Stare? Ja, auch diese hätten sicherlich gerne noch lange einen Grund zum Lächeln….

Epilog:

Wusstet ihr, dass Stare in ihrem Gesang die Vogelstimmen anderer Vögel mit einbauen? Der geübte Zuhörer kann wohl am Gesang der Stare erkennen, welche Vögel sich in seiner näheren Umgebung aufhalten. Unfassbar, nicht wahr?! …..

Quelle: NABU Vogelportrait

Silber……..

„Wenn man glücklich ist, sollte man nicht noch glücklicher sein wollen“

-Theodor Fontane-

Und Taraaaa, da kommt er, einer meiner Glücksmomente der vergangenen Tage. Ich hab ihn erwischt, meinen ersten Silberreiher und ich kann nur sagen : „Ich war so happy“

Eigentlich wollte ich ja noch meine Errungenschaften aus Dänemark zeigen, aber ich komme einfach nicht dazu, weil mir mein „Foto- Fieber“ zu immer wieder neuen Bildern verhilft 🙄😂

Deshalb also hier nun zuerst, ihre Majestät: Der Silberreiher

Eine wahrhaft imposante Erscheinung, findet ihr nicht? Seine Flügelspannweite kann bis zu 1,7 Metern erreichen und die Anmut und Präzision mit der er seinen ( wohlgemerkt armen!!!!) Opfern auf die Pelle rückt, ist wahrlich beeindruckend…

Ich muss schon sagen, wenn ich einer solchen Schönheit beim Jagen zusehe, verstehe ich den Sinn des Todes und auch des Leidens zunehmend besser…es ist wie immer, die Natur versöhnt die Gegensätze in unseren Herzen, sie macht die Seele einfach frei…

Epilog:

Wusstet ihr, dass der Silberreiher zu Beginn des 20. Jahrhunderts um ein Haar von Menschenhand ausgerottet worden wäre? Seine Schmuckfedern waren insbesondere bei den Damen als Hutschmuck begehrt und nur in letzter Minute gelang es die Notbremse zu ziehen, indem die Jagd auf diese wunderschönen Vögel untersagt und die Brutkolonien unter Schutz gestellt wurden. Dem Himmel (oder besser gesagt dem vernünftigen Menschen) sei Dank, denn so konnte sich der Bestand erholen und wir haben das Glück ihrer Majestät , dem „Great egret“ auch heute noch in freier Wildbahn begegnen zu dürfen…

Quelle: Nabu Vogelportrait

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