Invisible…..

“ Der Mensch ist die dümmste Spezies!!! Er verehrt einen unsichtbaren Gott und tötet eine sichtbare Natur, ohne zu wissen, dass diese Natur, die er vernichtet, der unsichtbare Gott ist, den er verehrt“

-Hubert Revees-

Die Erde hat mich wieder und wie kann es anders sein, sogleich hat´s mich heute an den See gezogen . Und was soll man sagen, der Kälte und diversen Zipperchen zum Trotz wurde ich sogleich belohnt mit einem eher seltenen Anblick hier am Bodensee.

Mit Stolz zeige ich Euch heute meine ersten Krickenten. Bislang hab ich sie erst zweimal hier am See gesehen und Tarraaa , heute sogar „erwischt“…..Was will man mehr, Daniela wieder einmal voll im Glück !!!!!!!

EPILOG:

Die Krickente ist ein wahrer Anpassungskünstler und fühlt sich demnach an fast allen Gewässern zuhause. Sie mag Süß- und Brackwasser, hält sich aber auch gerne an kleinen Teichen und in Waldnähe auf. Aber auch mit bewachsenen Küstenabschnitten oder Mooren gibt sie sich zufrieden. Und dennoch, trotz aller Anpassungsfähigkeit gilt auch sie in manchen Gebieten bereits als gefährdet. So schade, denn diese kleinen Enten sind wirklich ganz bezaubernde Wesen. Und dies nicht nur aufgrund ihres hübschen Federkleides, auch macht es unglaublich viel Spaß ihnen bei ihrem bunten Treiben zuzusehen.

Wusstet ihr, dass Krickentenweibchen, wenn sie während der Brutzeit das Nest verlassen stets von ihren Männchen eng begleitet werden?

Wie schön, nicht wahr?!

Und wieder einmal mehr denke ich: Es ist wirklich an der Zeit, dass wir uns das schöpferische Prinzip, welches sich uns (sowohl in unserer eigenen Natur, als auch in der die uns umgibt) tagtäglich in seiner ganzen Schönheit präsentiert, wieder zurück in unser Bewusstsein holen….

Lebensmelodie

“ Ich könnte meine Musik mit weißem Licht vergleichen, indem alle Farben enthalten sind. Nur ein Prisma kann diese Farben voneinander trennen und sichtbar machen, dieses Prisma könnte der Geist des Zuhörers sein“

-Arvo Pärt-

Bunt war mein Aufenthalt im Krankenhaus, ich bin so vielen Menschen begegnet wie schon lange nicht mehr und wäre da nicht die Tragödie meiner Erkrankung, die jeden der damit konfrontiert wird, an den Rande des Wahnsinns treibt, könnte man fast sagen, es sei schön gewesen.

Gemeinsam gelacht, geweint, Geschichten erzählt und wieder einmal habe ich gespürt wie bunt und vielfältig das Leben ist. Wie viele unterschiedliche Facetten es hervorzubringen vermag.

In einem jedoch scheinen sich Lebenswege zu gleichen. Immer sind sie durchzogen von Höhen und Tiefen, von Brüchen und Kehrtwendungen die, wenn geschickt genommen, immer dazu dienlich sind, neues, reiferes Leben hervorzubringen.

„Krank Sein“ verbindet. So nah hab ich mich diesen Menschen gefühlt und gleichzeitig doch auch so fern.

Einmal mehr hab ich verstanden, dass meine Geschichte ab einem gewissen Punkt so verworren, so abstrus, ja so ungeheuerlich und unfassbar wird, dass sie für Außenstehende fast nicht mehr zu begreifen, zu verstehen ist…

Aber als einsam empfinde ich mich deshalb nicht mehr. Wer weiß, welche abstrusen, ungeheuren und unfassbaren Geschichten andere zu erzählen hätten, hätten wir nur ausreichend Geduld und Offenheit wertfrei und ohne Vorurteile zuzuhören

Epilog:

Entlassen wurde ich mit dem Befund „Rückläufige Divertikulitis und osteoblastischer Herd im zweiten Lendenwirbel“ sowie der schriftlich formulierten Bitte, um weitere onkologische Abklärung. Woher ich jedoch einen Onkologen nehmen soll, der geneigt ist sich mit dieser unendlichen, unfassbaren Geschichte vorurteilsfrei auseinanderzusetzen steht allerdings nach wie vor in den Sternen. Das letzte Konzil der beteiligten Fachärzte blieb für mich leider ohne Ergebnis, da der zuständige Onkologe sich trotz mehrfacher Aufforderung seiner fachfremden Kollegen standhaft weigert Position zu beziehen …….

Stürmische See….

„Wer ist der glücklichere Mann, der dem Sturm des Lebens getrotzt und gelebt hat, oder der sicher am Ufer geblieben und nur existiert hat?“

-Hunter S. Thompson

Zufriedenheit

„Zufriedenheit ist der Stein der Weisen, der alles in Gold verwandelt das er berührt“

-Bejamnin Franklin-

Euch allen ein wunderschönes Wochenende voller Zufriedenheit ………

Sanftmut

“ Wahre Weisheit führt zu Demut. Demut führt zu Sanftmut. Sanftmut führt zu Frieden.“

-Alexandra Herdt-

Flieg Jonathan , flieg…..

Jonathan seufzte und sah über das Meer hinaus…Du brauchst mich nicht mehr. Was Du brauchst ist Selbstvertrauen. Finde zu Dir selbst täglich ein wenig mehr. Finde die wahre, unbegrenzte freie Möwe Fletcher“

-Jonathan Livingston Seagull-

Epilog:

Ich liebe Möwen!!!!! Wann immer ich ihren mutigen Flugmanövern zuschauen kann bin ich zutiefst ergriffen, im Herzen berührt, glücklich….

Möwen sind für mich wahre Symbole der unbegrenzten Freiheit. Für die Freiheit der „großen Möwe“, die in jedem von uns angelegt ist und die geduldig darauf wartet, allen Widrigkeiten des Lebens zum Trotz, ihre Flügel ausbreiten und fliegen zu dürfen.

Unbegrenzte Freiheit darf jedoch nicht missverstanden werden. Darf niemals verwechselt werden mit Grenzenlosigkeit. Sie ist nicht gleichbedeutend damit immer und zu jeder Zeit tun und lassen zu können wonach einem gerade ist.

Freiheit bedeutet vielmehr sich selbst bis in die tiefsten Schichten hinein zu erkennen …..und damit in der Lage zu sein sich jederzeit frei und losgelöst von den eigenen, inneren Begrenzungen entscheiden zu können…für die Liebe und damit für das Leben……

……..Ja, Jonathan, flieg……… flieg, so weit und so hoch Du nur kannst!!!!!!!………

Mut

“ Nicht den Tod sollte man fürchten, sondern dass man nie beginnen wird zu leben“

-Marc Aurel-

Epilog :

Wusstet ihr, dass Gänsesäger Höhlenbrüter sind? Oft brüten sie ihre Eier, einige Meter über dem Boden, in Baumhöhlen, Fels-oder Mauerlöchern aus. Sind die Jungen geschlüpft, so lassen diese sich nicht selten aus großer Höhe auf den Boden fallen. Mit gespreizten Flügelchen und vorgestreckten Füssen bremsen sie den freien Fall ab und landen auf diese Weise sicher auf dem Boden. Wer wagt gewinnt!!!! Ich sag`s ja immer, von der Natur können wir viel lernen!!!!

Ekstase

„Finde Ekstase im Leben; Das bloße Gefühl zu leben ist genug Freude“

-Emily Dickinson-

Äußerlich ist es im Moment eher ruhig. Ich hänge noch immer in der Warteschleife der Uni. Ohne Plan wie es weiter gehen wird, ohne Behandlung. Die Ungewissheit macht mir nur noch mäßig zu schaffen, mein körperlicher Zustand jedoch umso mehr. Der Alltag bereitet zunehmend Probleme, insbesondere die Schwäche macht mir sehr zu schaffen, da sie mich oft daran hindert draußen in der Natur zu sein, meiner Lieblingsbeschäftigung der Fotografie nachzugehen. Ja, ich gestehe es mir ungern ein, aber ich bin kaum mehr in der Lage meine Kamera zu halten. Und ausgedehnte Streifzüge durch die Natur? Die gehören ja bereits seit längerem der Vergangenheit an…… an manchen Tagen ist mir schon zum Weinen…würde ich was anderes behaupten, so wäre es schlicht gelogen…..

Und dennoch, es hat sich so vieles verändert. Ich bin angekommen im Zustand dieser schlechten körperlichen Verfassung, in all der Ungewissheit, in dieser Lebenssituation. Ich kämpfe weniger, weshalb es auch noch Raum gibt, den ganzem Umständen zum Trotz, immer wieder tiefe Freude zu erleben.

So nun auch am Wochenende, die Mühe die es mich gekostet hat der Kälte am See und der zunehmend schlechten Verfassung zu trotzen, hat sich bezahlt gemacht, denn ich durfte Zeuge einer Szene werden, die hier am Bodensee vermutlich nicht allzu häufig zu sehen ist.

Hab ihr schon mal Singschwäne tanzen sehen? Für mich war es das erste Mal und ich kann nur sagen, dass ich selten etwas anmutigeres erlebt habe, als den Balztanz dieser wunderschönen Vögel. Noch jetzt berührt mich ihr Gesang, der weit über den See hinweg zu hören war, tief im Herzen und die Harmonie, die Vollendung in ihrem „Miteinander“ söhnt mich innerlich aus. Lässt mich wissen, dass das Leben schön ist….so wie es nun mal ist. Ja, ich liebe das Leben, es ist voller Wunder!!!!!!

Epilog:

Laut Nabu zählen Singschwäne zu den Vogelarten die hier bei uns nur extrem selten anzutreffen sind. Sie brüten bevorzugt in Skandinavien und in Russland, mittlerweile jedoch auch an wenigen Orten hier in Deutschland. Den Winter jedoch verbringen sie wohl regelmäßig hierzulande, eher aber an der Ost-und Nordseeküste sowie an den großen Binnengewässern im Norden Deutschlands. Hinzu kommt noch, dass Singschwäne (im Gegensatz zu den Höckerschwänen) sehr menschenscheu sind und man sie deshalb nur sehr selten zu Gesicht bekommt. Die Begegnung mit diesen herrlichen Tieren war demnach ein echtes Geschenk, welches ich sehr zu würdigen weiß…… auch wenn die Bilder die Anmut ihres Tanzes nicht einmal annähernd wiedergeben können…

Jonathan

„In jedem von uns ist in Wahrheit das Ideal der großen Möwe, die unbegrenzte Idee der Freiheit. Durchbrecht die Beschränktheit Eures Denkens und ihr zerbrecht damit die Fesseln des Körpers“

-Richard Bach- in Jonathan Livingston Seagull
Und wir tanzen 
Zu einer geflüsterten Stimme
Von der Seele gehört
Aufgenommen vom Herzen
Und Du magst es wissen
Wenn Du es wissen magst
-Jonathan Livingston Seagull - Be

Gemeinsamkeit

“ Die Erfahrung lehrt uns, dass Liebe nicht darin besteht, dass man einander ansieht, sondern dass man gemeinsam in die gleiche Richtung blickt

-Antoine de Saint- Exupery-
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