Der Froschkönig

„Wer zugleich seinen Schatten und sein Licht wahrnimmt, sieht sich von zwei Seiten, und kommt damit in die Mitte“

-C.G Jung, Psychoanlaytiker

Ist er nicht nicht knuffig dieser kleine Kerl? Ich würde sagen, er war gerade mal zwei Zentimeter groß und ich musste schon sehr genau hinsehen, um ihn zu sehen, geschweige denn seine Schönheit erkennen zu können.

Frösche sind bekanntermaßen nicht jedermanns Sache, in der analytischen Psychologie jedoch symbolisieren sie die Wandlung.

Im Märchen der Gebrüder Grimm „der Froschkönig „ begegnet die Prinzessin ihren seelischen „Schattenseiten“ in der Gestalt eines Frosches. Sie empfindet ihn widerwärtig und abstoßend, ja ganz und gar eklig und möchte am Liebsten nichts, aber auch gar nichts mit ihm zu tun haben.

Aber wie so oft sieht das Leben anderes vor, zwingt die schöne Königstochter zur Kontaktaufnahme. Dazu den Frosch an ihrem Leben teilhaben zu lassen…..

Erst als sie sich ihrer Abscheu ihm gegenüber in vollem Umfang stellt und sie ihn mit ungezügelter Wucht und Aggression an die Wand wirft, zeigt der Frosch sein wahres Gesicht und verwandelt sich vor ihren Augen in einen wunderschönen Prinzen

Wow, ist das nicht irgendwie wie im richtigen Leben?????!!!!!

Ist es nicht so, dass alles was uns fremd erscheint, uns immer auch ein bisschen Angst einjagt? Uns zurückweichen lässt? Egal ob es nun die „gruseligen“ Geschöpfe der Natur sind , oder aber die düsteren Aspekte unserer Seele. Alles was uns unheimlich erscheint, wollen wir nicht sehen….

Diese unglückseligen Geschöpfe, sie werden verbannt an Orte an denen sie scheinbar von niemandem mehr gesehen werden, an denen sie vermeintlich keinen Schaden anrichten können.

Im Äußeren bauen wir Zäune, jagen und vertreiben die „ wilde Kreatur“ aus den Bereichen, von denen wir glauben, dass sie uns gehören. In unserem Inneren aber verdrängen wir sie in die abgelegensten Winkel unserer Seele, in denen sie dann ein karges und jämmerliches Dasein zu fristen haben….

Doch wie im Märchen, so oft auch im richtigen Leben. Es bricht sich Bahn, das Leben. Mit schöpferischer Kraft und wenn es sein muss sogar mit zerstörerischer Gewalt. Unaufhaltsam, immer und überall!!!

Es konfrontiert uns gnadenlos mit dem was wir verleugnen, was wir versuchen auszumerzen. Mit alledem was wir mit Wut und Ablehnung belegen und oftmals auf`s grausamste verfolgen …und dann, ja dann wenn wir es am wenigsten erwarten, wenn die innere Not am größten ist, dann beginnt die Wandlung.

Da beginnen wir im hässlichen Frosch den wunderschönen Prinzen zu erkennen und es beginnt eine Liebe ungeahnten Ausmaßes, die größer und schöner nicht sein könnte….

Ist das nicht wunderbar?!!! …Da bleibt doch nur noch zu sagen: “ Ein Hoch auf das Leben…ja und wenn sie nicht gestorben sind, dann leben sie noch heute“😊😉

Erstaunliches:

Zum ersten mal wurde von Seiten der Forschung das Erbgut eines Krallenfrosches entziffert. Dabei wurde ganz Beachtliches festgestellt: Zahlreiche Gene haben die gleiche Anordnung wie die des Menschen. Außerdem leiden sie an ähnlichen Krankheiten wie wir. Unglaublich, nicht wahr?! Da soll nochmal einer sagen, wir Menschen hätten mit den Fröschen nix gemeinsam……

Kommentar verfassen

Trage deine Daten unten ein oder klicke ein Icon um dich einzuloggen:

WordPress.com-Logo

Du kommentierst mit Deinem WordPress.com-Konto. Abmelden /  Ändern )

Google Foto

Du kommentierst mit Deinem Google-Konto. Abmelden /  Ändern )

Twitter-Bild

Du kommentierst mit Deinem Twitter-Konto. Abmelden /  Ändern )

Facebook-Foto

Du kommentierst mit Deinem Facebook-Konto. Abmelden /  Ändern )

Verbinde mit %s

%d Bloggern gefällt das: