Abenteuer

„Wer denkt Abenteuer seien gefährlich, der sollte es mal mit Routine versuchen: die ist tödlich“

-Paulo Coelho –

Karfreitagsgedanken

„Die Bereitschaft etwas auszuprobieren, verändert uns. Sie macht uns jedes Mal ein bisschen mutiger“

-Brene Brown-

Gedanken zum Karfreitag….

Der heutige Tag erinnert uns daran, dass der Tod zum Leben gehört, dass er eine Notwendigkeit darstellt, um neues Leben entstehen zu lassen. Im Äußeren ebenso wie in unserem Inneren. Wir alle kennen dunkle Phasen in unserem Leben, Phasen in denen wir der Vergänglichkeit ausgesetzt sind, in denen Altes dem Ende entgegenstrebt, um neuem Leben den Weg zu ebnen, den Boden für neues, frisches Leben zu bereiten.

Alte Einstellungen, Sichtweisen, Haltungen zum Leben streben dem Ende zu, sterben ab in unserem Inneren. Die Früchte unseres bisherigen Lebens bilden den Samen für neues Leben aus. Junges frisches Leben bereitet sich vor, um sich zu gegebener Zeit Stück für Stück im Außen Bahn zu brechen.

Und es gibt nichts zu tun, außer immer wieder inne zu halten, zu lauschen, achtsam wahrzunehmen, was in unserem Inneren überholt ist, was sich verabschieden darf, um Wachstum zu ermöglichen, neues Leben entstehen zu lassen. Nichts weiter gilt es zu tun als willkommen zu heißen, was sich in unserem Inneren zeigen möchte, Transformation geschehen zu lassen, Erneuerung zuzulassen.

Ist das nicht ganz wunderbar?

In diesem Sinne wünsche ich uns allen für heute ganz viel Raum, um zu lauschen, was genau in unserem Inneren bereit ist zu gehen, was bereit ist Platz zu schaffen für frisches, neues, junges Leben. Schon jetzt einen guten Start in einen neuen Zyklus des Werden und Vergehens, in einen neuen Raum angefüllt mit neuen Möglichkeiten, Chancen und Impulsen.

Euch allen schon jetzt ein frohes und erfülltes Osterfest.

Meditative, intuitive Malerei. Mixed Media zum Thema : Neue Räume mit Leben befüllen

Epilog:

Noch immer stecke ich etwas fest in meinem Kokon, in meinem Ort des Rückzugs, den ich mir geschaffen habe, um endgültig mit einer schwierigen Lebensphase abzuschließen. Aber ich bin startklar, spüre das neue Leben bereits so prall in mir, bin voller Inspiration und Schöpferdrang, angefüllt mit neuen Ideen und Impulsen.

Meine größte Herausforderung ist es derzeit mir den Raum offen zu halten, dafür was sich im Außen zeigen wird, welche Möglichkeiten sich mir bieten werden, um meine neuen Impulse und Ideen Gestalt werden zu lassen. Nichts zu wollen, nichts zu erzwingen. Einfach nur den Impulsen des jeweiligen Augenblicks folgen, geschehen lassen, schöpferisch und kreativ das Leben zu gestalten……

„Nur zu leben ist nicht genug. Man braucht Sonnenschein, Freiheit und eine kleine Blume“

-Hans Christian Anderson-

….und ein paar gefiederte Freunde, nicht zu vergessen 😊😉

Tanz des Lebens

„Leben heißt nicht zu warten bis der Sturm vorüberzieht, sondern zu lernen im Regen zu tanzen“

Natur und Kultur

Wir haben keine Buschseele mehr, die uns mit dem wilden Tier identifiziert. Unsere direkte Kommunikation mit der Natur ist zusammen mit der damit verbundenen beträchtlichen emotionalen Energie im Unbewussten verschwunden.“

-C.G. Jung-

Die heutigen Bilder stammen von einem Spaziergang der vergangenen Tage und sind inmitten der Obstplantagen, nur ein paar Schritte von meinem Zuhause entfernt entstanden. Es war ein sehr eindrucksvolles Erlebnis, denn mein gefiederter Freund und ich sind uns sehr lange gegenübergesessen und haben uns einfach nur angeschaut. Die selbe Vorsicht in mir zu entdecken, mit der er mich beobachtet hat, hat ihn wohl dazu veranlasst zu bleiben, mir seine Gegenwart zu schenken. Es war spannend zu erleben wie wir es wohl beide gleichzeitig gespürt haben, dass andere Menschen sich uns annähern. Leichte Unruhe, vorsichtige Blicke in beide Richtungen, gefolgt vom stillen, gelassenen Rückzug ihrer Eminenz, dem Graureiher.

Ich selbst bin noch eine Weile in der Stille verblieben. Lächelnd vor Freude über diese wundervolle Begegnung und schmunzelnd über die verwunderten Spaziergänger, die wohl nicht verstanden haben, wen oder was ich da in den Obstplantagen habe verschwinden sehen.

Epilog:

Zwei Jahre sind in der Zwischenzeit vergangen, seit ich meine Wälder und Wiesen eingetauscht habe gegen das städtische Leben. Manchmal ist mir der Rummel der Stadt noch immer zu viel, manchmal genieße ich es jedoch auch unter den Menschen zu sein. Hier ein nettes Schwätzchen mit den Nachbarn, dort ein freundliches Lächeln. Oder aber eine schöne Begegnung mit anderen Menschen beim morgendlichen Spaziergang. Der Mensch braucht zu seinem Glück eben auch den Menschen.

Und dennoch, die Erfahrung, die ich in der Zeit der Abgeschiedenheit gemacht habe, werde ich niemals vergessen. Ich werde sie wie einen Schatz in meinem Inneren bewahren, diese Begegnung mit meiner „wilden Seele“, die so unfassbar schmerzlich, dramatisch, ja beängstigend und rückblickend zugleich doch so wunderschön und befreiend war.

Wenn wir die Natur in der wir leben wahrhaftig verstehen wollen, dann müssen wir uns selbst verstehen. Dann müssen wir lernen den „Wildwuchs“ in unserem Inneren anzuerkennen, ihn mit allen seinen Tiefen und beängstigenden Teilen wertzuschätzen und zu integrieren.

Gelingt uns dies, dann werden wir uns wieder daran erinnern, wer wir in Wirklichkeit sind. Werden begreifen, dass wir am tiefsten Punkt unserer Seele nichts weiter als Teil einer grandiosen Schöpfung sind, die es zu achten und zu lieben gilt. Dann werden wir den Schöpfergeist in uns ebenso erkennen wie in der Natur die uns umgibt. Dann, ja dann kann ein Weg zu einer harmonischen Verbindung zwischen Natur und Kultur gefunden werden.

Freude teilen

Ja, ich wüsste nicht einmal, wie die Welt ohne Schaden bestehen sollte, wenn auch nur eine einzige Tierart auf ihr fehlen sollte“

-Carl von Linne-

Epilog:

Zilpzalpe beobachten, mein Glücksmoment des heutigen Tages. Es ist einfach immer wieder schön, wenn ich ruhig werde und es die Natur mir dankt in dem sie näher kommt, sich zeigt, sich anvertraut. Diese Bilder stammen von meinem heutigen Ausflug an den See. Was für eine Freude es war sie bei strahlendem Sonnenschein durch die Baumwipfel tanzen zu sehen. Was will man mehr, der Tag war gerettet.

Gartenbesucher

„Jeder möchte die Kunst verstehen. Warum versucht man nicht die Lieder eines Vogels zu verstehen“

-Pablo Picasso-

…. weil man sie nicht zu verstehen braucht, es ist ausreichend sie zu genießen. Die Stare in unserem Garten sind zurück. Ohne weitere Worte….😊

Freude teilen

„Glück ist ein Parfum, das Du nicht auf andere sprühen kannst ohne selbst ein paar Tropfen abzubekommen“

-Ralph Waldo Emerson –

Graureiher im Licht des nahenden Frühlings. Wie schön es ist, wenn ich auch hier in der Stadt meinen gefiederten Freunden begegne. Nur ein paar Schritte von meinem Zuhause entfernt hat sich in einem winzigen Waldstückchen, welches weitgehend sich selbst überlassen wurde, eine kleine Kolonie von Graureihern zum Brüten angesiedelt

Ich sehe sie fast täglich und freue mich an ihren Rufen, wenn Sie über unser Haus hinweg fliegen….. und wenn auch oftmals die Zeit zum Schreiben fehlt, so freue ich mich jetzt einfach daran meine Freude zu teilen 😊😊😊

Farben

„Das Leuchten der Farben nimmt Dich mit in den tiefsten Raum Deiner Seele“

-Theresa M. Douret –

Die Natur ist und bleibt meine große Liebe, meine Leidenschaft, meine Inspiration. Und wann immer es mir möglich ist, zieht es mich hinaus in die Stille, an Orte an denen ich alleine, ganz für mich selbst sein kann.

Denn inmitten der Abgeschiedenheit der Natur habe ich es erfahren und erfahre es immer wieder: Alles ist gut wie es ist. Wir brauchen uns nicht anzustrengen, es gibt nichts weiter zu tun außer geschehen zu lassen, den Dingen ihren Lauf zu lassen, uns dem Fluss des Lebens hinzugeben. Dies gilt für das Leben um uns herum, ebenso wie für das Leben in uns selbst, denn in unserem tiefsten Kern unterscheiden wir uns in nichts von der Natur. Ja, genau genommen, wir SIND Natur.

Leider haben wir das vergessen, vergessen es immer wieder. Wir Menschen haben dieses Wissen regelrecht zu Grabe getragen, es verschwinden lassen hinter dicken Mauern kultureller Überformungen, hinter lebensgeschichtlichen Entwicklungen. Hinter Mauern, die uns schützen sollen, die uns vor den leidvollen, den schmerzlichen Aspekten des Lebens bewahren sollen. Mit dem Ergebnis, dass die allermeisten von uns das tiefe Bedürfnis entwickelt haben, das Leben und demnach auch sich selbst kontrollieren zu wollen.

In Momenten jedoch, in denen es uns gelingt uns wirklich einzulassen auf die Natur, die uns umgibt ebenso wie auf die Natur, die sich in unserem eigenen Inneren entfaltet, wenn wir sie annehmen können mit all ihren Aspekten, mit ihrem Licht und ihrem Schatten, mit all ihren Ungereimtheiten, ihrem „Wildwuchs“, in solchen Augenblicken spüren wir, dass alles gut ist, exakt so, wie es eben nun mal ist.

Dann können wir tief im Herzen spüren, dass das Leben in seiner Ganzheit perfekt ist, dass dieses schöpferische Prinzip, welches sich hinter allem zu verbergen scheint, weiß was es tut. Was es tun muss, um sich selbst zu erhalten, das Leben in seiner ganzen Vielfalt zu bewahren. Ja, alles ist gut wie es ist, solange bis wir eingreifen, bis wir versuchen das Leben in „geordnete Bahnen“ zu lenken, es unter unsere Kontrolle zu bringen.

Zurück in der Stadt, die täglich eine so große Fülle an Anforderungen an mich stellt, fällt es mir deutlich schwerer meinen inneren Fluss am Fließen zu erhalten, mir das Gefühl für die Ganzheit des Lebens zu bewahren. Nicht mehr immer und ohne jeglichen Aufwand in die äußere Natur eintreten zu können, macht es um so vieles schwieriger den Kontakt zu meiner inneren Natur aufrecht zu erhalten, weshalb ich ich mich Stück für Stück auf Ressourcen besonnen habe, die ich noch aus meinem früheren Leben mitgebracht habe.

So habe ich wieder mit Malen begonnen, intuitiv, aus dem Bauch heraus. Ohne Plan und Ziel, einfach der Freude halber, ohne jegliche Absicht, einfach nur dem Prozess des Malens folgend. Und ich bin erneut eingetaucht in eine Welt der Formen und Farben, in eine Welt, die so bunt und vielfaltig ist wie das Leben selbst.

Wohin mich der Prozess des Malens, ja der Lebensprozess selbst, führen wird, weiß ich derzeit noch nicht. Alles was ich spüre ist, dass sich wieder einmal etwas Neues abzeichnet. Die alten Muster, die nicht mehr brauchbar sind, im Sterben begriffen sind und sich neues Leben im Außen ebenso wie in meinem Inneren entfaltet. Ich spüre, wie mein Leben sich wieder einmal im Umbruch befindet, sich erneuert.

Epilog:

Ich erinnere mich an das Jahr 2013. Zum damaligen Zeitpunkt ist für mich eine Welt zusammengebrochen, weil meine Erkrankung mich dazu gezwungen hat meinen Beruf, den ich zum damaligen Zeitpunkt als meine Berufung empfunden habe, hinter mir zu lassen. Zu dieser Zeit habe ich intensiv mit dem Malen begonnen. Die intuitive Malerei hat mir dabei geholfen mich in der Krise zu stabilisieren, bei aller Angst immer wieder bei mir selbst, im jeweiligen Augenblick anzukommen. 5 Jahre später dann, im Jahr 2018, wurde endlich meine Lungenbeteiligung erkannt und kurze Zeit darauf mein Lymphom diagnostiziert. Zu diesem Zeitpunkt war meine Erkrankung bereits so weit fortgeschritten, dass mir selbst das Malen nicht mehr möglich war. Die Folgen der Chemotherapie und weitere Krisen haben mich dann in die Natur geführt, die Welt nochmals mit anderen Augen sehen lassen. Jetzt, da sich mein gesundheitlicher Zustand wieder verbessert hat, habe ich zurück gefunden in die Welt der Farben. Innere und äußere Natur, Natur und Kultur scheinen einen Weg zueinander zu suchen, sich miteinander verbinden zu wollen… Ich freue mich auf das was im Werden und Entstehen ist, auf das was noch kommen mag…. was auch immer es sein wird…

Dankbarkeit

„Mitgefühl ist nicht töricht. Es sorgt nicht einfach dafür, dass andere bekommen was sie unbedingt haben wollen. Im Mitgefühl gibt es ein klares Ja ,aber ebenso ein klares Nein, das vom selben Mut des Herzens getragen wird. Nein zu Missbrauch, Rassismus und Gewalt- auf individueller aber auch auf globaler Ebene. Doch dieses Nein kommt nicht aus dem Gefühl des Hasses, sondern aus einer unerschütterlichen Fürsorge heraus“

-Jack Kornfield-

Ich erinnere mich an den 15 September 2022. Nahezu 2 1/2 Jahre sind in der Zwischenzeit vergangen, seit mein Vater diesen Planeten verlassen hat. 2 1/2 Jahre in denen viel passiert ist. In denen immer wieder neue Wege gesucht und gefunden werden mussten, in denen Grenzen neu definiert und gesetzt und die Weichen neu gestellt werden mussten.

Gedanklich bin ich oft sehr dicht bei meiner Familie, bei meinen Vorfahren, meiner Lebensgeschichte. Viele Erinnerungen tauchen auf und beim morgendlichen Spaziergang, bei dem mein Blick des Öfteren in den Garten meiner verstorbenen Großtante fällt, kann ich meine frühe Kindheit geradezu fühlen. Es sind gute Erinnerungen, die sich da einstellen. Erinnerungen an eine Atmosphäre, die mich als Kind sehr beeindruckt hat. Eine mondäne Atmosphäre, wohlhabend und weltoffen, so wie ich auch meine Großtante in Erinnerung habe.

Ich erinnere mich an den Geschmack von Kakao, an das Baden in einem kleinen, steinernen „Swimmingpool“, an laue Abende, an denen die Maikäfer durch den parkähnlichen Garten schwirren, an das Lachen meines Vaters, an die Nähe und die Wärme meiner Mutter.

Doch dies ist nicht alles was an Erinnerung auftaucht. Gleichzeitig spüre ich auch das Leid, den unverarbeiteten Schmerz, welcher unter dieser scheinbaren Unbeschwertheit, diesem Deckmäntelchen des mühsam erarbeiteten Wohlstandes liegt.

Zerrissenheit, die ich nicht nur heute, sondern wohl auch damals intuitiv wahrgenommen habe. Die ich gespürt habe, weil sie trotz aller Versuche meiner Eltern, sie zuzudecken, allgegenwärtig war.

Ich erinnere mich an die Erzählungen meiner Mutter über den Krieg. Über ihre Berichte darüber, wie sie miterlebt hat, wie die Häuser ihrer Familie und ihrer Verwandten direkt über ihren Köpfen zerbombt wurden. Ich spüre die Angst, das Entsetzen, die Erstarrung all dieser Menschen. Ich stelle mir vor wie sie zusammengekauert im Luftschutzbunker sitzen, über Ihnen die Luft erfüllt von Sirenengeheul, den Detonationen der einschlagenden Bomben, die alle Sicherheit in Schutt und Asche legen.

Ich erinnere mich an die Erzählungen meiner Mutter, wieviel Ablehnung sie bei der Evakuierung aus der Stadt auf das Land erfahren hat.

Trauer überfällt mich und gleichzeitig eine unfassbare Liebe und Nähe zu meinen Eltern. Am Nachhauseweg sehe ich einen kleinen Regenbogen. Merkwürdig, denn es gibt keinerlei Regen. Für einen kurzen Moment spüre ich die Gegenwart meines Vaters ganz deutlich und ich bin dankbar.

Ich bin dankbar dafür, dass sie mir trotz ihrer eigenen seelischen Wunden so viel an Geborgenheit geschenkt haben, wie nur irgendwie möglich war. Dafür, dass meine Eltern mir ausreichend Boden unter den Füßen gegeben haben, um den Schritt in mein eigenes Inneres wagen zu können, mich auf die Suche nach mir selbst, nach meinem ganz persönlichen Licht zu machen. Ihr seelischer Schmerz, den ich bereits in frühester Kindheit gespürt habe, war es, der mich aufgefordert hat loszulaufen, mich auf die Suche nach mir selbst zu begeben. Nach meinem inneren Licht zu suchen, das mich heute wärmt und mir den Weg erhellt, dann wenn es düster und schwierig wird.

An manchen Tagen, wenn der Wind ganz besonders heftig bläst, da habe ich noch Furcht. Dann bekomme ich Angst, dass dieses Licht vielleicht nicht groß genug sein könnte, um mich heil nach Hause zu bringen. Aber ich bin entschlossen. Wild entschlossen, es zu beschützen. Es zu behüten, damit es weiter wachsen und gedeihen kann, mir den Weg zeigen kann, um diese Welt zumindest in meiner näheren Umgebung ein kleines bisschen friedlicher werden zu lassen.

Epilog:

Wenn ich heute die Nachrichten höre, dann kann ich es manchmal kaum ertragen. Ich sehe, wie sich das Schicksal der Generation meiner Eltern, wie sich mein Schicksal oder besser noch gesagt das Schicksal meiner Generation an vielen Orten dieser Welt wiederholt. Täglich verlieren weitere Menschen durch Kriege einfach alles. Ihr ganzes Hab und Gut, ihre Heimat, ihre innere Sicherheit. Ich sehe wie täglich neue Traumatisierungen, körperliche und seelische Verletzungen von Menschenhand weitergetragen und unerbittlich an die nächste Generation weitergegeben werden, wie dadurch dem Frieden auf dieser Welt auf vielen Ebenen entgegengewirkt wird.

Keiner von uns kann diesen Planeten heilen, wir können noch nicht einmal diejenigen heilen, die wir am meisten lieben, denn Heilung, falls es sowas in absoluter Vollständigkeit überhaupt geben sollte, kann jeder nur in sich selbst finden.

Was wir jedoch tun können ist, uns mit unserer Biografie auseinanderzusetzen. Uns auf den Weg zu uns selbst zu machen, uns auf die Suche nach unserem ganz persönlichen, ureigensten Licht zu begeben. Es zu hüten und zu beschützen, damit es dazu beitragen kann diese Welt zumindest ein kleines Stückchen heller werden zu lassen.

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