Wandel

„Wer zum Wandel nicht bereit ist, wird ihm zum Opfer fallen“

–Quadbeck-Seeger, der Wechsel allein ist das Beständige-

Mohn….. ich liebe ihn!!!!!

In seiner Zartheit ist er so anmutig, dass er es immer wieder auf`s Neue vermag meine Seele zu berühren. Betrachtet man ihn eine Weile, wie er da im Wind schaukelt, so nimmt man die Verwundbarkeit war, die in seinen hauchdünnen Blütenblättern und seinen filigranen Stängeln liegt. Wie nur, kann sich ein so zartes Geschöpf gegen die Stürme des Lebens behaupten?

Sein Geheimnis scheint in seiner Zartheit zu liegen, seiner hohen Sensibilität, die ihn dazu befähigt jeden noch so feinen Windhauch wahrzunehmen, sich auf ihn einzulassen. Er lässt sich vom Leben bewegen, geht mit. Lässt sich ohne Widerstand mal in die eine mal in die andere Richtung tragen.

Und bläst der Wind an manchen Tagen besonders heftig, dann vermag er sich demütig auf den Boden zu legen, den Sturm an sich vorüber ziehen zu lassen. Seine Wurzeln aber bleiben fest in der Erde und damit im Leben selbst verankert.

Wir Menschen haben es mit einer solchen Haltung oftmals sehr viel schwerer. So oft haben wir das Gefühl uns gegen das Leben stellen zu müssen, mit aller Macht gegen die Stürme, die es mit sich bringt ankämpfen zu müssen. Und am Ende, da wundern wir uns, wenn wir müde und erschöpft am Boden liegen, uns jegliche Kraft zum Aufstehen fehlt…..Ja, weiß Gott….von der Natur können wir jede Menge lernen…

Epilog:

In den letzten Tagen ist mir bewusst geworden, dass mein Kiwi, mein vierbeiniger Gefährte und treuer Seelenfreund alt geworden ist… sehr alt. Der Abschied wirft seinen Schatten voraus und ich weiß, dass der nächste Sturm von gewaltigem Ausmaß in riesigen Schritten auf mich zukommt. Ich kämpfe, am liebsten würde ich das Unvermeidliche aufhalten, mich mit aller Kraft dagegen stellen. Aber bei allem Widerstand, tief in meinem Inneren gibt es irgendwo eine Instanz, die um die Richtigkeit Lebens weiß. Eine Instanz die weiß, dass es gilt sich den Stürmen, die es mit sich bringt, hinzugeben. Sie zu ertragen und auszuhalten, im tiefen Vertrauen darauf, dass unser aller Wurzeln tief in eben diesem Leben verankert sind…..Ich wünschte , die Weisheit der Mohnblüte würde mir immer und überall zur Verfügung stehen…..

Achtsamkeit

„Wenn Achtsamkeit und Augenblick sich ein Stelldichein geben, so ist das die Chance ein kleines Stück der Unendlichkeit zu erfahren“

-Impuls des Tages-

Abendstimmung im Naturschutzgebiet Rotachmündung

Freiheit

„Das Geheimnis des Glücks ist Freiheit und das Geheimnis der Freiheit ist Mut“

-Perikles-

Das Lächeln der Erde

„Blumen sind das Lächeln der Erde“

-Ralph Waldo Emerson-

Blütenrausch im Eriskircher Ried. Derzeit wird das Ried wieder einmal von unzähligen sibirischen Schwertlilien in ein Meer aus Blüten verwandelt. Die sibirische Schwertlilie, von den Einheimischen Iris genannt, ist in eine in ihrem Bestand stark gefährdet Art. Hier am Bodensee dürfen wir noch jedes Jahr von Mai bis Juni eine ihrer schönsten Bestände bewundern.

Es bleibt zu hoffen, dass uns das Lächeln der Erde noch lange erhalten bleibt….

Verwundbarkeit

„Das Leben ist verwundbar. Das Leben der Tiere ebenso wie das der Menschen. Das Leben unseres Nächsten ebenso wie unser Eigenes. Würde dies auf allen Ebenen verstanden werden, so wäre das Leben auf diesem Planeten ein vollkommen Anderes

Gedanke des Tages-

Eine sehr lange Zeit habe ich geglaubt, dass alles gut werden würde, wenn ich denn nur eine gesicherte Diagnose hätte. Eine ebenso lange Zeit habe ich geglaubt, dass alles gut werden würde, wenn ich denn nur die richtige Behandlung erhalten würde. Dann habe ich geglaubt, dass alles gut werden würde, wenn ich nur meine Erkrankung nicht weiter vererben würde. Danach habe ich geglaubt, dass alles gut werden würde wenn im Ernstfall ganz schnell die richtige Diagnose gestellt werden kann. Und nun glaube ich daran, dass alles gut werden wird, wenn nur ganz schnell die richtige Behandlung in die Wege geleitet wird.

Epilog:

Die Zuversicht habe ich nach fast 23 Jahren, in denen ich nun mit einer seltenen, chronischen Erkrankung lebe, nicht verloren. Ganz im Gegenteil, heute weiß ich, dass ein erfülltes Leben nicht zwangsläufig von Glück oder Unglück, von Krankheit oder Gesundheit abhängig ist, sondern vielmehr davon, wie wir dem Leben begegnen. Diese Gewissheit, sowie die Gewissheit, dass meine Tochter sicher auf meinen Schultern steht, dass sie alles in sich trägt, um dem Leben mit all seinen Widrigkeiten begegnen zu können, lässt mich zuversichtlich bleiben.

Dennoch brauchen wir:

Mehr AUFMERKSAMKEIT und ein größeres Verständnis für die seltenen Erkrankungen/die seltenen Verläufe von Erkrankungen in all ihren Erscheinungsformen

Wir brauchen die BEREITSCHAFT der niedergelassenen Fachärzte, im alltäglichen Handeln die seltenen Erkrankungen mit all ihren Herausforderungen, hinsichtlich Diagnostik und Behandlung, nicht aus dem Blick zu verlieren.

Den MUT der Ärzte, die an vorderster Front stehen, sich ich die eigenen Grenzen einzugestehen und die Betroffenen zügig mit einer Überweisung an die entsprechenden Spezialambulanzen zu unterstützen.

Wir brauchen mehr ZEIT für Gespräche im Rahmen derer es möglich ist, sich auch mit komplexen medizinischen Fragestellungen, die abseits der täglichen Routine liegen, auseinanderzusetzen.

Und wir brauchen FORSCHUNG. Die Entwicklung neuer, besserer Medikamente, welche die Lebensqualität der Betroffenen erhöhen und den Alltag erleichtern…..und vieles mehr…..

Vor allen Dingen jedoch brauchen wir ACHTSAMKEIT. Eine Sicht auf das Leben, welche uns täglich neu an dessen Verwundbarkeit erinnert. Die in uns allen den Wunsch weckt, das Leben zu schützen und zu behüten, unabhängig davon wo wir selbst gerade stehen.

Lebensfreude

„Da es sehr förderlich für die Gesundheit ist, habe ich beschlossen, glücklich zu sein“

-Voltaire-

Ich sag`s ja immer, von der Natur können wir viel lernen😀😊😉. Euch allen ein schönes und erholsames Wochenende mit vielen glücklichen Momenten….. bis ganz bald, Daniela😘😊🤗

Raffinesse

„Einfachheit ist die höchste Form der Raffinesse“

-Leonardo da Vinci-

Nein, dieses Bild stammt nicht aus dem Ried. Erstaunlicherweise habe ich dieses Prachtexemplar nur wenige Schritte von meinem neuen Zuhause entfernt entdeckt. An einem winzigen Biotop, von dem ich niemals geglaubt hätte, dass es groß genug wäre, um tatsächlich Leben zu beherbergen.

Aber da hab ich mich wohl gründlich getäuscht und ich war mehr als erstaunt, als ich da nicht nur Frösche sondern tatsächlich auch mehrere Ringelnattern entdeckt habe. Jetzt weiß ich auch, was meinen Freund den Graureiher, immer wieder dazu veranlasst hier bei uns über die Dächer zu kreisen……

Allerdings scheint er da nicht selten leer auszugehen, denn Ringelnattern sind schlau und wissen sich effektiv vor gefährlichen Widersachern zu schützen.

Droht Gefahr und es gelingt ihnen nicht mehr rechtzeitig die Flucht anzutreten, dann werfen sie sich einfach blitzschnell auf den Rücken. Dabei verdrehen sie die Pupillen und lassen die Zunge seitlich aus dem geöffneten Maul hängen, um möglichst tot auszusehen. Und sobald die Gefahr vorüber ist, da erwachen sie zu neuem Leben… Ich sag`s ja immer. Von der Natur können wir viel lernen 😊😉

Epilog:

Wenngleich die Ringelnatter dem Menschen in keinerlei Hinsicht gefährlich werden kann und sie sich auch ihren Artgenossen gegenüber völlig friedfertig verhält, zählt sie in den Augen vieler sicherlich nicht zu den beliebten Tierarten.

Dennoch braucht auch sie unseren Schutz, denn obwohl sie (noch) fast flächendeckend in Deutschland beheimatet ist, wird auch sie bereits auf der „roten Liste“ als gefährdet eingestuft. Der Mensch, der mit seiner Art zu leben, zunehmend in den Lebensraum dieser bildschönen Geschöpfe eindringt, ist somit ihr größter Feind.

Einer solchen Übermacht ist selbst die schlaueste Schlange nicht gewachsen!!!!!!

Eigensinn

„Die Katze behält ihren freien Willen, auch wenn sie Dich liebt, und sie wird nichts für Dich tun, was sie für unvernünftig hält

– Theophile Gautier –

Ich sag`s ja immer, von der Natur können wir viel lernen😊😉

Vielfalt

„Tiere sind wie wir, gefährdete Arten auf einem gefährdeten Planeten und wir sind diejenigen, die sie, ihn und uns selbst gefährden. Sie sind unschuldige Leidtragende in einer Hölle unserer Schöpfung“

-Jeffrey Mousaieff Maison-

Aber noch ist nicht alles verloren. Was bin ich doch begeistert von der Vielfalt der Natur, die sich mir in meinem neuen „Jagdrevier“, dem Eriskircher Ried präsentiert.

Als gebürtiger „Häflerin“ ist mir die Gegend ja eigentlich vertraut und da meine Eltern mir die Liebe zur Natur ja gewissermaßen in die Wiege gelegt haben, habe ich dort auch schon in früheren Tagen den einen oder anderen Spaziergang unternommen.

Gesehen hab ich, verglichen mit heute, allerdings nur wenig. Die Zeit in der Abgeschiedenheit, inmitten der Natur, hat meine Wahrnehmung für das Leben verändert. Ich bin achtsamer geworden, sehe es überall.

Gerade jetzt im Frühjahr, so viele Vögel die hier ihr Brutgeschäft vorbereiten, es singt und zwitschert überall, alles ist irgendwie in Bewegung, lebendig… und mit etwas Glück kann man hier sogar Wasserschildkröten entdecken 😊😊😊

…und mit etwas Geduld auch Wasserfrösche fotografieren😊😉

Epilog:

Mit der Wasserschildkröte habe ich wohl einen ganz besonderen Fund gemacht, denn wenn mich nicht alles täuscht, sollte es sich bei diesem seltenen Wesen um eine europäische Sumpfschildkröte handeln.

Die europäische Sumpfschildkröte ist die einzige, natürlich vorkommende Schildkröte in Mitteleuropa und zählt zu den am meisten gefährdeten Wirbeltierarten Deutschlands. Aufgrund der Zerstörung ihrer Lebensräume und weil sie über einen langen Zeitraum hinweg als Delikatesse auf dem menschlichen Speisezettel stand, wurde ihr Bestand schon in frühen Zeiten stark minimiert.

Heute gilt sie als nahezu ausgestorben…. aber hier im Ried, da soll sie noch beheimatet sein. Und ich durfte ihr begegnen. Ist das nicht schön?!

Mikrokosmos

„In jedem Mikrokosmos liegt der ganze Makrokosmos, und dieser enthält nichts mehr als jener.“

-Arthur Schopenhauer-

Euch allen ein schönes Wochenende 😊🙋‍♀️