Bitte Pause……

Geschafft!!!..Ich sitze am See und der Besuch bei meiner Nephrologin liegt hinter mir. Erst mal durchatmen, bevor ich nach Hause fahre……

nephrologin Unbeschreiblich, ich bin vollkommen im Eimer. Wie immer nach gewichtigen Arzt-Terminen, erstmal vollkommen durch den Wind. Gefühlt habe ich eine Marathonlauf hinter mir, so anstrengend war es. Es ist einfach unvorstellbar, was es für beide Seiten für einen Stress bedeutet, in einem so geringen Zeitfenster, eine so komplexe Geschichte zu erfassen.

Genau genommen ist es völlig unmöglich.😞 Aber ich hab es geschafft die Grundproblematik zu vermitteln. Sie hat verstanden, dass aufgrund der vorliegenden Hyperkalzämie (Kalzium -Phosphat-Störung) eine weitere Abklärung stattfinden muss. Bezüglich dessen, ob es sich bei dem vermeintlichen Osteom ( gutartiger Tumor der in meiner Wirbelsäule gefunden wurde) evtl. nicht doch um einen Ausläufer des Lymphoms handelt, schlägt sie ein weiteres CT vor. Hinsichtlich einer evtl. vorhanden Nierenbeteiligung (Lymphom?Wolf?) stellt sie vorsichtig eine weitere Biopsie in den Raum.

Alle möglichen Laborwerte wurden nochmals bestimmt, Sammelurin, Blutgasanlyse, u.sw. Die Komplexität der Erkrankung stresst wirklich alle Beteiligten….mich, die Labordamen, die Ärztin ….einfach alle…. Aber freundlich waren trotzdem alle…und auch ich hab es geschafft ruhig zu bleiben…trotz der unglaublichen innerlichen Anspannung, die solche Termine in mir auslösen.

Auch hat meine Nephrologin wohl die Dringlichkeit der ganzen Geschichte erfasst und mir noch während ich im Labor war, einen vorläufigen Brief verfasst , den ich an den Onkologen weiterreichen kann.  Eigentlich wollte sie den Brief mit mir gemeinsam durchgehen, so dass wir entsprechende Korrekturen gleich gemeinsam vornehmen können. Hierfür hat die Zeit dann aber leider nicht mehr gereicht. Das Wartezimmer war rappelvoll und es war nicht zu übersehen, dass  für ein weitergehendes Gespräch kein Platz mehr war.

Inwieweit der Brief, den ich nun in der Hand halte, mich jetzt wirklich weiter bringt weiß ich noch nicht…Beim ersten Überfliegen des Berichtes stelle ich fest, dass  sie die massiven Stoffwecheselentgleisungen, die ich nach den Infusionen hatte,  nicht erfasst hat. Auch die Schwellungen am Hals, die ich erwähnt habe, hat sie im Eifer des Gefechts wieder vergessen…und ich ebenfalls!!!  Ich muss erstmal lesen…in aller Ruhe, wenn sich meine Gedanken wieder sortiert haben….

Im Moment spüre ich wie die Tränen in mir aufsteigen. Einfach weil ich so erschöpft bin und weil ich weiß , dass ich nun wieder neue Wege finden muss. Wieder überlegen muss wie ich es schaffen kann, die für eine exakte Diagnose erforderlichen Informationen,  dem Prof. in Stuttgart-  zu dem mein Onkologe mich schicken will- ,  übersichtlich und gut gebündelt vorlegen zu können.

Ich weiß, dass alle Ärzte hier Vorort kooperativ sind. Ich weiß, dass sie mir helfen werden. Das ist nicht das Problem….aber es ist so fürchterlich  anstrengend und ich sehne  mich so sehr danach mich endlich vom Krankheitsgeschehen distanzieren zu dürfen.

Jetzt brauch ich erstmal Pause..dringend !!!!!…Keine Laborbögen, keine Arztbriefe…das Aushalten der Erkrankung ist anstrengend genug…was der „Wolf“ mir an Energie übrig lässt gehört jetzt mir…zumindest bis Montag…. da werde ich weiter sehen müssen……

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