Kontrastreich…..

so lässt es sich wohl am Besten ausdrücken wie ich die vergangenen Tage erlebt habe. So viele Arzt- Termine, immer wieder Befunde auf´s Neue besprochen, so viel zu verarbeiten. So deutlich scheinen die Dinge in der Zwischenzeit vor mir zu liegen.

In der kommenden Woche  nun also MRT vom Kopf, der Lendenwirbelsäule , dem Becken……die Zusammenhänge scheinen so klar wie noch nie, alles deutet darauf hin, dass sich das Lymphom unerkannt in der Wirbelsäule, dem Knochenmark und im schlimmsten Fall auch im Kieferknochen manifestiert hat….je genauer ich hinsehe, je genauer die Ärzte die mich begleiten hinsehen, desto genauer können wir die Befunde, Geschehnisse , die körperlichen Beschwerden der vergangenen zuordnen. Sie einsortieren in den Kontext der gesamten Krankengeschichte.

So viel Dampf habe ich abgelassen, so viele Tränen sind geflossen. Soviel Wut und Trauer gab es angesichts dessen, wie viel in den vergangenen Jahren (wieder einmal!!!!) medizinisch versäumt wurde. Und ebenso viel Angst gilt es die nächsten Tage auszuhalten, angesichts der Untersuchungen die nun anstehen.

Angst einerseits davor, dass das Lymphom bereits sehr weit fortgeschritten sein könnte . Auf der anderen Seite aber auch Angst davor, dass die Untersuchungen wieder nicht zielführend sind. Dass alle Bemühungen wieder einmal umsonst gewesen sein könnten und ich am Ende wieder einmal , ohne weitere Behandlung,  im Regen stehen gelassen werde…..

….. Pest oder Cholera?…..egal wie die Untersuchungen ausfallen werden, wirklich gut scheint es für mich nicht auszusehen…..

Ja, wieder einmal gab und gibt es sehr viele Unsicherheiten zu ertragen und dennoch habe ich in den vergangenen Tagen auch  ein solches Maß an Leben gefühlt, eine solche innere Zielsicherheit erlebt, wie schon lange nicht mehr.

Unser Artikel zum Thema „seltene Erkrankungen“  https://waisen-der-medizin.de  ist in der Zeitung erschienen und hat eine Resonanz erzielt, die wir so nicht erwartet haben. Viele Anrufe sind eingegangen, Kontakte wurden geknüpft, Gespräche wurden geführt und unsere ortsansässige Gruppe hat an Mitgliedern dazu gewonnen.

Wie sich das alles mit meinem „Wolf“, oder als was auch immer er nun schlussendlich sein wahres Gesicht zeigen wird, vereinbaren lässt? Ich habe keine Ahnung!!!!

Aber eines weiß ich gewiss. Ich bin nicht bereit mein gerade eben neu gewonnenes Leben an ihn abzutreten …..Nein, so nicht „mein Freund“….so nicht!!!!!

 

 

 

8 Comments on “Kontrastreich…..

  1. Ich wünsche dir ganz viel Kraft für das, was vor dir liegt. Ich kann deine Gefühle verstehen und vielleicht wäre ich schon verzweifelt. Hast du psychologische Unterstützung?

    Ganz liebe Grüße
    die Hoffende

    Gefällt 2 Personen

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