der Spatz in der Hand

Mein liebes Tagebuch,

morgen ist es also so weit, ich darf zur nächsten Rituximab-Infusion… Ich hab es ja bereits erzählt, es wird höchste Zeit. Eigentlich hätte ich heute zur Akkupunktur zu meiner Neurologin kommen sollen….aber wieder einmal nur eigentlich, denn den Termin hab ich mal lieber abgesagt, Autofahren schlicht und ergreifend zu gefährlich mit dem wirren Hirn, das ich heute wieder mal hatte .

Allein das Telefonat war schon grenzwertig, weil ich wieder mal gar nix gepeilt habe und es mir echt Schwierigkeiten bereitet hat der Dame in der Anmeldung zu erklären was ich möchte…

Ich hasse das…noch immer!!!! Es ist einfach übel wenn ich kein Wort mehr rausbekomme und noch immer gelingt es mir in solchen Momenten nicht die Hilflosigkeit, die ich dann erlebe, einfach gelassen hinzunehmen….anstatt dessen fängt mein inneres Kind wie wild an zu toben, sich trotzig und rotzig dagegen zu stellen. Neeeein, ich will das einfach nicht!!!! Ich will NICHT verblöden………

Ja, und deshalb fahr ich eben morgen dorthin zu diesem „Lotteriespiel“….obwohl ich das erste Mal tatsächlich auch etwas Angst vor den Infusionen habe. Sie werden helfen, dessen bin ich mir schon sicher. Zumindest war das bis jetzt ja immer so, wenn auch nicht ganz so wie gewünscht. Aber die ersten Tage nach der Infusion haben mir bislang eben auch jedes Mal heftig zu schaffen gemacht und mein Verdacht, dass es sich bei der ersten Verschlechterung um eine Stoffwechselentgleisung handeln könnte wurde ja erhärtet dadurch, dass ja nun die Mitochondriophatie im Raum steht…

Ja, es macht schon etwas Angst, aber „Verblöden“ macht eben noch mehr Angst……deshalb nehme ich eben was ich momentan eben an Hilfe bekommen kann. Lieber also “ den Spatz in der Hand, als die Taube auf dem Dach“… es wird schon gut gehen, bislang ging es das ja auch……

11 Comments on “der Spatz in der Hand

  1. Oh Mann, ich wünsche dir, dass es nicht so schlimm wird, wie von dir befürchtet. Es kann ja auch mal sanfter vonstatten gehen. 🍀
    Ich hab gerade mal nach „Mitochondriopathie“ gegoogelt und nebenbei kapiert, warum Mitochondrien nur mütterlicherseits vererbt werden können. Ich wünsche dir, dass, wenn sich der Verdacht bestätigt, es dennoch nur eine leichte Form sein möge. 💕😘
    Liebe Grüße
    die Hoffende

    Gefällt 2 Personen

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